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18-01-06 09:43 Alter: 6 yrs

VON:GH

Importmonopol für englischen Havana-Händler ?

Hunters and Frankau - urenglischer Tabakimporteur seit 1790 - ist Alleinimporteur für Habanos. Diese Stellung wird ihm nun von MasterCigars Direct streitig gemacht.



Hunters and Frankau zog deshalb vor Gericht und behauptete zum einen, die von MasterCigars importierten Zigarren seien keine Habanos, sondern Fälschungen, zum anderen dürfe MasterCigars keine kubanischen Zigarren importieren, da Hunters and Frankau einen Exclusivvertrag mit der kubanischen Habanos S.A. habe.

Den Fälschungsvorwurf will MasterCigars vom Tisch wischen und nachweisen, dass die Zigarren von einem "Outlet" von Habanos S.A. bezogen wurden.

Bleibt also noch die Frage, ob das englische Rechtssystem dafür zu sorgen hat, dass kubanische Firmen sich an geschlossene Verträge halten und bei einer Exclusivvereinbarung auch wirklich dafür sorgen, dass der Partner exclusiv beliefert wird.

Das Urteil wird in diesen Tagen erwartet.

Egal wie der Streit ausgeht - auf Deutschland und die Schweiz wird er so gut wie keine Auswirkungen haben. Dieser sogenannte Parallel- bzw. Grauimport (jeder, der kubanische Zigarren auf dem Weltmarkt bekommt, kann sie importieren) existiert bereits. Die Ware muss in Deutschland allerdings zum einheitlichen Preis verkauft werden. Und damit wird ein eventueller Preisvorteil jedenfalls nicht beim Ver(b)raucher eintreten. Allenfalls könnten Zigarrenhändler bei einem Grauimporteur günstiger einkaufen, dürften diesen Preisvorteil aber nicht an den Kunden weitergeben.

 


Links:

business.guardian.co.uk/story/0,16781,1687121,00.html

news.bbc.co.uk/1/hi/business/4617430.stm