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13-07-06 00:01 Alter: 15 yrs

VON:GH

Bremer Tabakbörse 2006 - Teil 3/3

Fortsetzung und Schluss.

Wer steckt dahinter?



Wolfgang G. Köhne und Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Vorstandvorsitzender der Bremer Landesbank.


Beeindruckend - Walter Köhne, Senior von Hellmering, Köhne & Co. ist mit seinen 91 Jahren noch immer auf jeder Börse dabei.

Die Deutsch-Indonesische Tabakhandelsgesellschaft (DITH) ist ein Gemeinschaftsunternehmen, dem von der indonesischen Seite zwei Staatsplantagen und das Investitionsministerium angehören. Auf deutscher Seite sind die Tabakfirmen Hellmering, Köhne & Co. und Gebrüder Kulenkampff sowie die Bremer Landesbank Gesellschafter. Sie kümmert sich das ganze Jahr um die indonesisch-deutschen Tabakbeziehungen, berät in Organisations- und Qualitätsfragen. Zugleich hält dieses Unternehmen den regelmäßigen Kontakt zur verarbeitenden Industrie. Die Bremer Tabakbörse GmbH & Co. KG ist quasi eine ausgegliederte „Abteilung“, die nur für die Vorbereitung und Durchführung der Einschreibung zuständig ist. Sie betreibt im Auftrag die jährlich stattfindende Börse und ist Eigentümerin des Gebäudes.

In der Ausschreibung 2006 sind nach Schätzungen von Wolfgang G. Köhne, Mitinhaber von Hellmering, Köhne & Co., 6 bis 6,5 Millionen Euro umgesetzt worden. Einzelne Deckblätter hätten Preise um die 100 Euro pro Kilogramm erzielt. Obwohl in früheren Jahren teilweise mehr als das 10-fache umgesetzt wurde, sieht Köhne nicht schwarz für die Zukunft der Börse. Zum einen, so Köhne, säßen fast alle 40 bis 50 Industriekunden für indonesische Tabake in Europa. Für diese sei es höchst ineffizient nach Indonesien statt nach Bremen zu reisen. Zum anderen sei der Sumatra Tabak im tropischen Klima Indonesiens nur sehr schwer zu lagern. Das Klima in Bremen sei dagegen ideal geeignet, um diese Tabake qualitativ hochwertig zu lagern. Und last but not least sei die Konstruktion mit der DITH und der Bremer Tabakbörse ein höchst transparentes Gebilde, was für die indonesische Regierung erhebliche Vorteile biete.
Die Ernte 2005 bezeichnete Wolfgang G. Köhne als qualitativ mittelmäßig. In 2004 sei die Ernte besser gewesen. Für die zur Zeit wachsenden Pflanzen habe man bisher gute Bedingungen, so das die Qualität vermutlich wieder besser ausfallen werde.

Sein Weg, so Köhne, werde ihn unmittelbar nach der Börse wieder nach Indonesien führen. Zum einen um die Tabakplantagen, an denen man seitens der Firma Hellmering, Köhne & Co. beteiligt sei, zu inspizieren, aber auch um auf anderen Plantagen mit den Verantwortlichen darüber zu reden, wie mit mehr Sorgfalt im Detail eine qualitativ hohes Ergebnis erzielt werden könne.