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02-09-19 07:21 Alter: 18 days

VON:GH

Cigarrentag in der Zigarrenstadt

Primus inter pares und zugleich Cheforganisator Johannes Indermark kann auf einen perfekt organisierten und daher auch perfekt abgelaufenen 2. Deutschen Cigarrentag zurückblicken – und das bei rund 180 Besuchern.




Sieben Programmpunkte gab es den Tag über. Der Bündener Zigarrenhändler Pollner offerierte eine Kombination aus Whisky, Schokolade und Zigarren, Museumschef Michael Strauß führte durch das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum, Philipp Schuster und Peter Woermann zeigten, wo und wie auch heute noch in Bünde Zigarren hergestellt werden und Arnold André gab einen kleinen Einblick, wie man mit modernster und zugleich teuerster Technik Dichte-, Feuchtigkeits- und Zugwiderstandsmessungen durchführt, um eine gleichbleibende Qualität nicht nur zu erreichen, sondern auch beizubehalten.

Wanderfreudige konnten mit dem Statdführer Jörg Militzer Zigarre rauchend eine Stadtführung absolvieren, während Sitzfreudige von Marcus Kaiser etwas eingeschenkt bekamen: Kaiser-Craft-Biere. Der Micro-Brauer Kaiser agiert seit 2014 in Bünde und produziert seine Biere mittels einer 100-Liter-Anlage. Da ist wahrlich jeder Liter dem Brauer persönlich bekannt. Pale Ale, Porter und Golden Ale sind seine drei Sorten, von denen Pale Ale und Porter nachweislich schon in den Mittagsstunden mit einer guten Zigarren bestens bekommen.

Die Fahrten zwischen dem zentralen Tabak- und Zigarrenmuseum und den Zigarrenmanufakturen bewältigte Habanos-Experte und Zigarrenmeister Peter Niebäumer mit einem liebevoll und sorgfältig hergerichteten Zigarrenbus.

Apropos Zigarren: Daran herrschte wahrlich kein Mangel. Davidoff Griffin's – 110 Jahre Wolsdorff Edition, Pyranos, Buena Vista in diversen Formaten, La Galera in diversen Formaten und Montosa gehörten quasi zur Erstausstattung. Bei den einzelnen Programmpunkten kam dann jeweils noch eine dazu. Cigarrentag eben.

Kleiner Fauxpas zu Beginn des Galaabends: In seiner Eröffnungsrede lobte und pries Museumschef Strauß – zu Recht – die Firmen, die die Differenz zwischen dem Teilnehmerbeitrag und den wahren Kosten zahlen. Nämlich Arnold André, Schuster und Woermann, vergaß aber, Johannes Indermark zu erwähnen, der nahezu die gesamte Organisations- und Koordinationsarbeit bewältigt hatte. Peinlich berührt korrigerte er diese Nachlässigkeit wenige Minuten später.

Am Vorabend hatte es in einer eigens angemieteten ehemaligen Gaststätte einen Frühankommerabend gegeben. (In einem Anti-Raucher-Bundesland ist so etwas leider erforderlich.) Schon da zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite – mit Temperaturen, die die meisten draußen sitzen ließen. 24 Stunden später hatte sich das nicht geändert. Sanft waberte edler Zigarrenduft durch den vollbesetzten Garten des Zigarrenmuseums. Und Punkt Mitternacht steuerte Peter Niebäumer mit dem Zigarrenbus die diversen Hotels an.