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01-08-11 14:02 Alter: 15 yrs

VON:GH

Cohiba-Jar als letzte Ruhestätte

Die Frage, wie sie denn eines Tages beerdigt werden möchte, war schon lange beantwortet.



Zigarrenhändler Muhammet Genç (Casa Düsseldorf) beim letzten Gruß.


Beisetzung


R. I. P.

In ihrem Testament verpflichtete sie den Generalbevollmächtigten Oliver Ottmann, für die Beisetzung in einer Cohiba-Keramikdose, einem so genannten Jar, zu sorgen.

In den letzten Jahren war diese Zigarre zu ihrer Lieblingsmarke geworden und so hatte sie schon vor einiger Zeit beschlossen, dass einer der Keramiktöpfe ihr letztes Refugium sein sollte. Dass Urnen immer nur eine bestimmte Menge Asche als Sammlung aus mehreren Verbrennungen des Tages beinhalten, stimmt nicht. In den heutigen Krematorien wird jeder Leichnam separat in einer Kammer verbrannt. Die gesamte Asche des Verbrennungsvorgangs kommt in die Urne.

Zunächst weigerte sich die Obrigkeit und verlangte vom Testamentsvollstrecker, eine der Standardurnen zu verwenden – in Deutschland gebe es auch für die Zeit nach dem Tod enge Regeln; nach einigen Diskussionen jedoch wurde die Beisetzung in der Cohiba-Urne genehmigt.

So konnte man in Würde und bei gemeinsamen Erinnerungen Abschied nehmen. Muhammet Genç, langjähriger Händler der Verstorbenen und einer der Trauergäste: „Sie hatte schon im Leben Stil, und den hat sie sich über den Tod hinaus bewahrt.“

Zum Abschluss des „Leichenschmaus“ in ihrem Lieblingsnobelrestaurant reichte Muhammet Genç ganz besondere Zigarren – natürlich von Cohiba! Auch der Wirt hatte ein Einsehen und ließ die Gedenkwolken zu. Leider war die nicht unprominente Gesellschaft etwas fotoscheu und man wollte auch aufgrund der strengen Antiraucher-Gesetzgebung dem Wirt keine Probleme bereiten. Daher: Keine Bilder.

So es ein Fenster im Himmel gibt, hat an diesem Abend sicherlich jemand hochzufrieden herunter geschaut …

R. I. P.