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19-12-14 11:22 Alter: 12 yrs

VON:GH

Die neue Habanos-Serie: Añejados

Gut, dass bald Weihnachten ist. Da hat man Zeit, sich ein paar Gedanken über die Añejados, die neue Habanos-Zigarrenserie, zu machen.



Die neue Habanos-Serie: Añejado mit (zunächst?) zwei neuen Zigarren. Montecristo Churchill Añejado …


… und Romeo y Julieta Piramides Añejado.



Vor fünf bis acht Jahren dachte man bei Habanos schon an Heute und produzierte Zigarren, die sorgsam in unbekannten Teilen der kubanischen Zigarrenlager über Jahre heranreifen sollten.

Im ersten Quartal des nächsten Jahres sollen sie dann quasi das Licht der Welt, sprich das Auge des geneigten Zigarrenrauchers erreichen:

Romeo y Julieta Piramides Añejados (52er Ringmaß, Länge 156 mm) und Montecristo Churchill Añejados (Ringmaß 47 bei einer Länge von 178 mm). Beides Formate, so Habanos, die es bisher in diesen Serien nicht gegeben hat. (Hinsichtlich der Romeo y Julieta Piramides sagt die Enzyklopädie (S. 426 f.) zwar etwas anderes, aber die dort beschriebene Zigarre haben damals wohl nur wenige Auserwählte gesehen.)

Dass man im chronisch devisenknappen Kuba einfach mal Zigarren beiseite legt, mag verwundern, ist aber möglich. Damals noch finanzstarke Partner oder Importeure könnten die Zigarren bezahlt und einfach für genau diesen Zweck eingelagert haben. Altadis wäre dazu finanziell in der Lage gewesen und hatte auch den ausreichenden Zigarrenverstand für ein solches Projekt. Hierfür spricht sogar die etwas unklare Aussage, die Zigarren seien „fünf bis acht Jahre“ gelagert worden. Altadis wurde vor ziemlich genau sieben Jahren an Imperial Tobacco verkauft. Etwas mehr Aufklärung könnte das Boxingdate bringen, das den Zeitpunkt des Verpackens in der Kiste dokumentiert.

Alle Zigarren wurden nach dem Rollen unberingt in die passenden nackten Holzkisten verpackt. Ein Hinweis darauf, dass man dem diffundierenden Sauerstoff bei der Reifelagerung eine erhebliche Bedeutung beimisst.

Erst jetzt wurden die Zigarren wieder entnommen, zwei Zigarrenringe wurden aufgeklebt und die Kisten wurden mit den Habilitaciones geschmückt. Bei der Gelegenheit hat man jede Zigarre individuell geprüft und daher der Kiste einen „Revisado“-Stempel gegeben. Die Kisten selber tragen, wie bei den Ediciones Limitada, ein am oberen Rand angebrachtes „Añejados“-Siegel.

Ein üppiger Aufwand also – dennoch wird jede dieser Zigarren unter 20 Euro kosten.

Habanos kündigt die Verfügbarkeit „in den Outlets“ für das 1. Quartal 2015 an – ein Hinweis darauf, dass die Añejados nur in den Casas del Habano verkauft werden?

Jetzt kann man nur noch hoffen, dass ausreichende Mengen für eine flächendeckende Versorgung des habanophilen Zigarrenrauchers zur Verfügung stehen. Damit hat man seit geraumer Zeit erhebliche Probleme. Die Bolivar Super Corona Edicion Limitada 2014 ist ein Beispiel dafür. Erst vor wenigen Tagen erstmals im Handel, ist sie heute schon nicht mehr erhältlich. Das macht niemanden glücklich.