Gedächtnisrauchen für Weber
Hier liegen meine Gebeine
ich wollt´, es wären Deine.
 |   Das SmoKÜN-Friends-Gedächtnisrauchen. Am Grabe des „lachenden Philosophen“ soll man eine Zigarren rauchen oder einen Purzelbaum schlagen. (Bild: SmoKÜN)
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Nicht nur mit Sätzen wie diesen hat sich Carl Julius Weber, Philosoph vom Anfang des 19. Jahrhunderts, in die Geschichte eingeschrieben.
Sein Wunsch war es, dass an seinem Grabe Zigarren geraucht werden, oder aber, falls der Grabbesucher Nichtraucher sei, er einen Purzelbaum schlagen möge.
Am 19. Juli jährte sich sein Todestag zum 178sten Mal. In alter Tradition wurde der Gedächtnistag vom Zigarrenclub SmoKÜN Friends und dem Kupferzeller Bürgermeister Joachim Schaaf mit Zigarren am Grabstein Webers zelebriert.
Zu dem kleinen Festakt auf dem Kupferzeller Friedhof hatten sich erneut etwa 35 Anhänger Webers eingefunden. Der frisch renovierte Grabstein wurde in kräftige Tabakwolken gehüllt.
Zum Ausklang ging man an den Bahnpark, wo Ted Morè aus Webers Werken vortrug.
Zur Erheiterung des Publikums wählte er mit den „pikanten“ Stellen aus Webers Werk (na ja, was man sich halt Anfang des 19. Jahrhunderts so unter „pikant“ vorstellte).
In gewohnt souveräner Manier gab sich Morè natürlich nicht mit dem Vorlesen zufrieden, sondern malte für seine gebannten Zuhörer ein Sittengemälde der Biedermeierzeit, in welcher Weber zu den meistgelesenen Autoren zählte.
Das Gedächtnisrauchen findet alljährlich zum Todestag am Grabe des Philosophen statt.
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