22-11-07 00:01 Alter: 4 yrs
VON:GH
Habanos Day • Wer dem Mythos verfällt • Teil 2/2
... Fortsetzung ..
Und dann waren da natürlich noch Zigarren. Partagás, Hoyo de Monterrey, Punch, Romeo Y Julieta ... Genügend, um sich vom frühen Nachmittag bis in die frühen Morgenstunden der Vielfalt der kubanischen Zigarre hinzugeben.
Ein besonders erwähnenswertes Ereignis war die Verkostung der letzten Kisten der Vegas Robaina Robaina, der ersten Edicion Regional aus dem Jahre 2004, die von aufmerksamen Teilnehmern unserer 5th Avenue-Lagerbesichtigung entdeckt worden waren. Steter Tropfen höhlt den Stein und irgendwann waren sie dem Alleinimporteur „aus dem Kreuz geleiert“. Diese Zigarren waren damals in einer Menge von 15.000 Stück in 15er-Kisten anlässlich des 15. Geburtstages der 5th Avenue zu einem Preis von 15 Euro abgegeben worden. In diesem Zusammenhang wurde die Idee geboren, lokal limitierte Sondereditionen herauszugeben. Und seit dieser Zeit gibt es die Ediciones Regionales.
Die Vegas Robaina Robaina ist – besser gesagt, war – eine Zigarre mit schweren, vollmundigen, hoch voluminösen und komplexen Aromen, von der man sagen kann: so schmeckt nur allerbester Tabak.
Klar, dass es bei dieser überbordenden Aromenvielfalt auch ein variantenreiches Buffet schwer hat, geschmacklich standzuhalten. Die trockenen Entenscheibchen jedenfalls schafften es nicht. Der erfahrene Habanophile erinnert sich in solchen Fällen an die Worte von Max Herzog, wonach man eine misslungene Speise durchaus mit einer Zigarre retten kann. Hier lag die Rettung in einer Hoyo de Monterrey Epicure Nr. 2.
Olvida und Band überzeugten durch temperamentvoll vorgetragene kubanische Musik. Insbesondere der Drummer beeindruckte mit seiner Vokaleinlage. Wem dieses Temperament zu laut war, der konnte sich in die hinteren Einheiten der Festräumlichkeiten zurückziehen und mit alten oder neuen Bekannten über die gemeinsame Leidenschaft fachsimpeln.
Vergessen wurde, das obligatorische Foto der Habanos-Experten zu organisieren.
Auf der anderen Seite bietet dieses Versäumnis Gelegenheit, beim nächsten Habanos-Day wenigstens etwas besser zu machen, denn sonst war da nichts, was als optimierungsfähig in Erinnerung bleibt.
Selbst professionelle Eventorganisatoren hätten das nicht besser hinbekommen und schon gar nicht diese vertraute familiäre Stimmung der Habanophilen geschaffen.
Dass letztlich die Differenz zwischen den Kosten des Vergnügens und dem Teilnehmerbeitrag vom Alleinimporteur für kubanische Zigarren (5th Avenue) getragen wurde, kann der Teilnehmer getrost als Return of Investment betrachten. Und für Nichtteilnehmer heißt es: Selbst schuld und auf den nächsten Habanos-Day warten.
Impressionen und den Versuch der Gefühlsvermittlung gibt es >hier<.