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05-05-22 09:27 Alter: 16 days

VON:MARK RIEMANN

Reisewarnung • Amsterdam

Rauschgift: Gerne. Zigarren: Nein, danke.

Unser Autor musste in Amsterdam bittere Erfahrungen beim europäischen Nachbarn sammeln.



Cigaragua Cigars in Amsterdam


Draußen – mit Polizeibeobachtung


(alle Bilder: Mark Riemann)

Anfang April 2022 habe ich eine fünftägige Vater-Sohn-Städtereise nach Amsterdam angetreten. Ich hatte mir bezüglich der Möglichkeit, qualitativ hochwertige Raucherlounges aufzusuchen, keine Sorgen gemacht, denn schließlich gilt Amsterdam als eine der liberalsten Städte der Welt.

Doch wenige Tage vor Abreise musste ich als Fazit einer ausgiebigen Internetsuche nach Zigarrenlounges in Amsterdam feststellen, dass in den Niederlanden eines der härtestes Anti-Raucher-Gesetze in Europa angewandt wird. Zusammengefasst kann man das Gesetz wie folgt zitieren: Überall wo der Staat Zugriffsmöglichkeiten hat, ist das Rauchen von Tabak untersagt! Somit kein Rauchen von Tabak im öffentlichen Raum und öffentlich zugänglichen Räumen. Ein Rauchen ist maximal im eng gefassten privaten Umfeld möglich. Somit löste sich der Wunsch auf ersehnten Aficionado-Genuss an Grachten in Amsterdam quasi in Rauch auf.

Doch die Hoffnung stirbt stets zuletzt! Ich nahm für jeden Tag eine Zigarre aus meinem Humidor-Bestand mit. Am ersten Tag bewahrheiteten sich die Befürchtungen. Am zweiten Tag konnte ich erkennen, dass in großen Teilen der Außengastronomie durch Platzierung von Aschenbechern das Zigarettenrauchen wohl toleriert wird. Und ja, dem war und ist so. So genoss ich am zweiten Tag meine erste Zigarre in einer der vielen Außengastronomien von Amsterdam.

Dieses Erlebnis holte ich nun mehrfach nach, so dass bereits nach dem dritten Tag mein Zigarrenbestand aufgeraucht war. Glücklicherweise konnte ich Nachschub bekommen: Zum einen bei Cigaragua (https://www.cigaragua.nl) und zum anderen bei Cigars & More in der Utrechtstrasse 104 1017 VS Amsterdam.

Nichtsdestotrotz bleibt man in Amsterdam als Zigarrenraucher ein Unikum. Das äußert sich zum einem darin, dass man bitte nicht in der Nähe des Gastronomie-Eingangs rauchen möge und zum anderen wurde ich einmalig gefragt, ob man mich beim qualmreichen Zug an meiner Zigarre fotografieren dürfe.

Ja...für dieses Unikum-Foto stand ich gerne Modell.