Artikel-Single-View
07-02-17 09:20 Alter: 164 days

VON:GH

Was macht eigentlich …

… Hans Bockhop?



Hans Bockhop bleibt der Zigarre treu. (Bild: Petra Hahn)

Sein Name war nicht oft in den Schlagzeilen zu lesen und doch gehört Hans Bockhop zu den prägenden Personen der ersten 15 Jahre dieses Jahrtausends im deutschen Zigarrenmarkt.

Seit dem Jahr 2000 übernahm er leitende Marketing- und Vertriebspositionen. Zuerst bei der Dannemann Cigarrenfabrik in Lübbecke als Vertriebsleiter, anschließend als Geschäftsführer der Villiger-Longfiller-Divison „El Mundo del Tabaco“ in Waldshut-Tiengen und zuletzt als Direktor für Marketing und Vertrieb Deutschland bei Arnold André in Bünde. Vor etwa einem Jahr verließ er das Unternehmen und zugleich die Branche.

Auf dem nicaraguanischen Zigarrenfestival „Puro Sabor“ im Januar 2017 wurde er wieder entdeckt. Er bleibt der Zigarre treu – auf eine ganz besondere Weise.

Seine Zigarrenkarriere lässt auf den ersten Blick nicht erahnen, dass er trotz seiner beruflichen Verpflichtungen seinen unrsprünglichen Beruf nie ganz aus den Augen verloren hat: Bockhop ist gelernter Landwirt und blieb mit einem Bein immer seinem Bauernhof im niedersächsischen Dorf Graue treu, während das andere Bein auf dem Tabak-Parkett unterwegs war.

Dass Zigarren für ihn nicht nur Beruf, sondern auch Passion sind, beweist er bei den Veranstaltungen auf seinem Hof. Der Hof Bockhop ist nämlich nicht nur bekannt für die feinen Fruchtaufstriche, den Wildrosensirup und den Holunderlikör, sondern auch für das jährliche Hoffest, zu dem einige Tausend Besucher alljährlich am letzten Sonntag im September den Hof und die weitläufigen Anlagen drumherum bevölkern. Im inzwischen 300 Jahre alten Fachwerkspeicher am Waldrand richtet Bockhop an solchen Tagen eine Zigarrenlounge ein, in der es auch an passenden Spirituosen nicht mangelt.

Sein Engagement in seinem Heimatort geht aber über die eigene Scholle hinaus. So ist er Vorsitzender des Kirchenvorstandes seiner Heimatgemeinde Asendorf, außerdem Vorsitzender der Jagdgenossenschaft seines Heimatdorfes Graue und übernimmt neben seinem Hof noch die Verantwortung für Marketing und Vertrieb im örtlichen Sägewerk, das mit 40 Mitarbeitern Paletten produziert und neuerdings auch Palettenmöbel.

Der Erfolg des landwirtschaftlichen Betriebes liegt vor allem an seiner umtriebigen Frau Melanie, die sich seit einigen Jahren um die stetige Weiterentwicklung des Betriebes bemüht. Belohnt werden diese Mühen nicht nur durch die steigende Nachfrage nach den fruchtigen Produkten, sondern auch durch Auszeichnungen wie „Kulinarischer Botschafter Niedersachsens“ für Holunderlikör und Wildrosenblütensirup.

Im vergangenen Jahr richteten die beiden eine Scheune auf Ihrem Hof her, um darin unter musikalischer Begleitung des Bremer Kaffehausorchesters das 666-jährige Hofjubiläum zu feiern. Auch im Jahr 2017 wollen die Bockhops diese Scheune wieder für genussreiche Veranstaltungen nutzen und laden im Juni zu einem „Nicaragua-Abend“ ein. Zur inhaltlichen Vorbereitung dieses Länderabends reiste Bockhop eigens nach Nicaragua, um das „Puro Sabor“-Festival zu besuchen. Während seiner Jahre in der Zigarrenbranche war er zwar mehrfach in den karibischen Tabak- und Zigarrenländern unterwegs, das nicaraguanische Zigarrenfestival „Puro Sabor“ hatte er aber bisher nicht besucht.

Natürlich wurde er gleich als Berichterstatter angeworben. Seine Texte liest man demnächst in den Zigarrennachrichten.