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14-05-07 12:09 Alter: 19 yrs

VON:MAXIMILIAN HERZOG, CASA BERLIN UND ZIGARREN-HERZOG

48. Casa-Tasting • Kampf gegen Windmühlen

Am 3. Mai wurde beim Monatstasting in der Casa Berlin die Sancho Panza Belicoso aus der Produktion August 05 getestet. Zwölf Aficionados prüften nach bewährten Vorgaben die Zigarren, die ihren Namen dem kleinen Begleiter verdanken, der den großen Don Quijote im Kampf gegen Windmühlen unterstützte.



Keine Beanstandung des Deckblattes, von einigen starken Rippen abgesehen, die Rollung war mehrheitlich sehr fest, führte aber nur in zwei Fällen zu schwierigem Zug. Unrauchbare Exemplare waren nicht dabei.

Die Nase erinnerte beim ersten Schnuppern an herbe Schokolade, Leder und Heu. Da die Zigarren einen zwar angenehmen, aber nur leichten Geruch verströmten, war eine genauere Bestimmung (wie in solchen Fällen üblich) nicht ganz leicht.

Sehr deutlich jedoch der Salzgeschmack bei den ersten Zügen. Dieser Effekt wird auch in der Literatur als typisch für die Sancho Panza hervorgehoben. Bei mittelmäßigem Rauchkörper und Aromenvolumen herrschten Heunoten vor, teils mit pfeffrigen Nebentönen. Auch dies typisch für die Marke. Wenn solcherart beim Testen schnell Einigkeit über das vorherrschende Aroma eintritt, bedeutet das meist – so auch in unserem Fall – eine eher eindimensionale Aromenentfaltung, d. h. es gab tatsächlich nicht sehr viel beim Rauchen zu entdecken. Dem entspricht die langweilige Rauchdynamik, die bestenfalls im dritten Drittel von leicht ins mittlere Feld changierte - erstaunlich bei einer Figurado. Die Asche war nur relativ kurz haltbar (max. 2-3 cm) bei mittlerem Collazo-Effekt.

Kurz und gut, die Zigarre erinnerte weniger an den lustigen Sancho Panza als an den Kampf seines Herrn gegen Windmühlen und erhielt bescheidene 0,5 Punkte auf unserer Skala von -2 bis +2.

Nächstes Tasting in der Casa Berlin: 7. Juni, 20.00 Uhr.