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14-08-07 13:46 Alter: 19 yrs

VON:MAXIMILIAN HERZOG, CASA BERLIN

51. Casa-Tasting • Zug und Aroma und vom tödlichen Kampf einer Kubanerin gegen Spanien

Am 2. August testeten 15 Aficionadas und Aficionados in der Casa Berlin die Vegas Robaina Familiar (08/04). Trotz des Sommerlochs waren auch einige Vertreter der Presse und Zigarrenprominenz anwesend, darunter Christoph Puszkar vom deutschen Habanos-Importeur.



Mit der diesmaligen Auswahl der zu testenden Zigarre hat es eine besondere Bewandtnis.

Zwischen dem Betreiber der Berliner Casa und Christoph Puszkar gibt es immer wieder Meinungsunterschiede über die Qualität der Habanos. Das ist angesichts der unterschiedlichen Wirkungsgebiete der beiden nicht verwunderlich. Also sollte an diesem Exempel die Probe durch ein besonderes „Corpus delicti“ vorgeführt werden. Kistenweise nämlich kamen von Kunden die Familiar zurück mit dem Vermerk „unrauchbar, da katastrophales Zugverhalten und flachste Aromenentwicklung“. Heftiges Grummeln von Seiten des Importeurs war die Reaktion auf die Weiterleitung der Reklamationen durch den Händler (der bekanntlich das meiste Fett wegkriegt, wenn Zigarren schlecht sind).

Vorweg sei gesagt, dass die Zigarre nicht hielt, was ihre Kritiker so heftig bemängeln. Also 1:0 für Puszkar gegen Herzog.

Trotzdem, die Zigarre begeisterte keineswegs, auch wenn die Gesamtbewertung deutlich über der 0 lag. Interessanterweise ließen sich alle Zigarren rauchen und nur wenige hatten einen schwierigen Zug. Es war, als hätten die kleinen Braunen es den Testern zeigen wollen: So schlecht, wie man von uns immer spricht, sind wir gar nicht …

Aber die Aromen waren flach und die Dynamik bescheiden. Kommt hinzu, dass die Zigarren gut ausgelagert waren und doch nicht die bei solchen Exemplaren zu erwartende Fülle entwickelten. Wie viel größer muss da die Enttäuschung bei den neuesten Chargen sein. Aber eben:

Marke ist eines, Konstanz etwas anderes.

Als Begleiter zur Zigarre offerierte die Casa einen „Cardenal Mendoza“. Ein völliger Missgriff, schlug der Spanier die Kubanerin doch buchstäblich zu Tode.