Ausgerüstet mit den aktuellsten News und den allerersten Exemplaren der für dieses Jahr angekündigten Zigarren-Neuheiten, die Maximilian Herzog direkt vom Habanos Festival 2010 mitgebracht hatte, begannen wir den Abend mit einer kurzen Vorstellung der neuen Havannas für 2010.
Bis auf zwei Personen, die dieses Jahr beim Habanos Festival dabei waren, sahen die anderen 22 Gäste an diesem Abend zum ersten Mal die Julieta und die Wide Churchill von Romeo y Julieta, die Belicoso ER 2010 von Ramon Allones und die neue Zigarrenserie BEHIKE von Cohiba. Nachdem der erste Informationshunger zu diesen spannenden Zigarren-Neuigkeiten gestillt wurde, leitete Christian Krendl das Monatstasting März 2010 ein.
Unsere Cohiba Maduro 5 Genios zierte ein leicht öliges Deckblatt in der Farbe dunkles Colorado Maduro mit einer etwas rauen, dennoch schönen Oberfläche.
Der leichte, nicht aufdringliche Duft der noch nicht angezündeten Zigarren wurde im Bereich von Honig und Holz (Holzbrand) zugeordnet. Die Festigkeit und Rollung wurden bei fast allen Tastingteilnehmern als sehr gut beschrieben. „Fester Körper mit guten Luftkanälen“. Bis auf eine Ausnahme (hier hatte die Zigarre etwas viel Zugwiderstand) zogen die Genios´ gut, wobei der Zugwiderstand im Verlauf des Rauchens geringer wurde.
Die vor allem süßen Aromen dominierten den Geschmack bei den ersten Zügen. Später, ab dem zweiten Drittel, entwickelten die Maduros erdige, leicht süßliche, aber auch salzige Noten. Unter den vielen Aromen nannten die Tester Kakao, feuchte Erde, Kuhstall und Schwarzbrot.
Beim Aromenvolumen urteilten die Tester zwischen gehaltvoll und großzügig.
Gleichmäßiger Abbrand und eine gerade feste Asche sprachen ebenfalls für die Qualität der Monatszigarre. Der Collazo-Effekt wurde als hoch bezeichnet.
Die Gesamtbewertung auf unserer Skala von -2 bis +2 ging in diesem Tasting über +1 hinaus in Richtung +1,5.
Als passendes Begleitgetränk zu unserer Cohiba Maduro Genios wählten wir neben einem trockenen Rotwein auch den süßen Portwein.
Bei der Bestimmung des Reifepotenzials herrschten zwar unterschiedliche Meinungen, jedoch mit einer eindeutigen Tendenz. Der Kern der Testgruppe war der Meinung, dass die Zigarren in den kommenden 3–4 Jahren eine gute Reife-Entwicklung erfahren werden.