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12-09-13 09:39 Alter: 13 yrs

VON:DR

Aus „Herberts Havanna Lounge“ ins Raucherzimmer

Kehrt der Raucherfrieden zurück nach Neuss?



Fast scheint es so.

Monatelang wurde der „Vesuv von Neuss“ von der Nichtraucherlobby angefeindet, denn er war nicht einfach ein Wirt, dem man gesetzlich das Rauchen verbieten konnte, sondern der Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt.

Beharrlich hatte Opens external link in new windowHerbert Napp  sich, nachdem das landesweite Rauchverbot in Kraft getreten war, geweigert, in seinem Dienstzimmer das Rauchen einzustellen. „Tagsüber im Rathaus rauche er Zigaretten, abends zum Rotwein auch gerne mal Zigarre“, schrieb Spiegel Online im April.

Dass er mit einer solch lebensfrohen Einstellung Gesundheitsaposteln ein Dorn im Auge sein würde, war klar. Und so wurde flugs von der Initiative „Pro Rauchfrei“ ein Rauchverbot fürs Dienstzimmer gefordert.

Das war Napp aber herzlich egal, ebenso eine entsprechende Anweisung der Bezirksregierung. An sein Dienstzimmer kam die Plakette „Herberts Havanna Lounge“, die Initiative schimpfte über die „Selbstherrlichkeit“.

Nun, berichtet Opens external link in new windowSpiegel Online, scheint jedoch ein Ende des kleinkarierten Theaters in Sicht: Aus einem leerstehenden Zimmer in der Nähe des Büros des Bürgermeisters wurde demnach ein Raucherzimmer, das auch andere Stadtbedienstete nutzen können. Der Bürgermeister ist einverstanden, die Bezirksregierung hat keine Einwände – nur „Pro Rauchfrei“ jammert, dass dies gesetzlich leider erlaubt sei.

Sie kündigten Kontrollbesuche an.