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13-03-13 10:27 Alter: 13 yrs

VON:DR

Bedenklicher Sinneswandel

Ex-Kanzler Gerhard Schröder raucht nicht zuhause.



Zu Beginn seiner Kanzlerschaft sah man ihn häufig mit Cohiba-Zigarre (http://www.spiegel.de/fotostrecke/debatte-um-rauchverbot-im-bundestag-erlaubt-fotostrecke-14486-7.html). Doch als die Kritik über ihn hereinbrach, ein SPD-Kanzler könne sich nicht mit teurer Zigarre und ebensolchen Anzügen präsentieren, waren die von Altkanzler Gerhard Schröder geschätzten Cohibas bald kein Thema mehr für die Öffentlichkeit.

Von der "Bild"-Zeitung wurde er nun in einem Interview (http://www.bild.de/politik/inland/gerhard-schroeder/interview-ein-hausmann-werde-ich-sicherlich-nicht-mehr-29464796.bild.html) wieder einmal auf das Thema angesprochen. So werde Helmut Schmidt heute auf Parteitagen bereits dafür gefeiert, dass er sich eine Zigarette anstecke, stellt die Zeitung fest. Vielleicht komme der Tag, an dem die SPD juble, wenn Altkanzler Schröder die Cohiba-Zigarre auspacke? "Bei den Zigarren würde gar kein Beifall kommen und das würde ich mir auch nicht wünschen, weil es nicht gerade vorbildlich ist", antwortet Schröder und fügt hinzu: "Ich würde ja auch gerne haben, dass meine Kinder nie rauchen. Das ist der Grund, warum ich es zu Hause auch nicht tue." Nicht mal im Garten?, hakt die Zeitung nach. "Na ja, im Garten ... manchmal", antwortet Schröder lachend.

Für seine Büros gilt dieses selbstauferlegte Rauchverbot aber offenbar nicht, so hieß es schon 2011 im einem lesenswerten "Welt"-Portrait (http://www.welt.de/politik/deutschland/article13545222/Altkanzler-Gerhard-Schroeder-will-es-allen-zeigen.html): "Im Aschenbecher des Berliner Büros, das jedem Altkanzler zusteht, glimmt eine Zigarre vor sich hin, mit der er sich seit Jahren nicht mehr dort zeigt, wo man ihn damit filmen oder fotografieren könnte."