15-07-14 09:33 Alter: 12 yrs
VON:GH
Das Grab des lachenden Philosophen und die Purzelbäume
„Hier liegen meine Gebeine
ich wollt´, es wären Deine.“
Karl Julius Weber, 1767 geboren und 1832 in Kupferzell begraben, ist der Nachwelt insbesondere durch sein Werk Demokritos, oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen bekannt.
Sein Grab möge kein Ort der Trauer und Betrübnis sondern der fröhlichen Begegnung sein, hat er hinterlassen.
Diesem Wunsche eingedenk, treffen sich die SmokÜN-Friends und andere Freunde der humorigen Philosophie alljährlich an seinem Todestag, dem 19. Juli, zum Karl-Julius-Weber-Gedächtnisrauchen an seinem Grabe in Kupferzell.
In diesem Jahr wird Kurt Klawitter dabei sein, der auf Hohenlohisch (einer fränkischen Mundart) diverse Gesangsstücke vortragen wird. Um der Fröhlichkeit auch körperlich Ausdruck zu verschaffen, können auf dem Grabe Purzelbäume geschlagen werden. Und natürlich werden am Grabe Zigarren geraucht werden … es ist immerhin ein Gedächtnisrauchen.
Die Idee, den alten Brauch wieder aufleben zu lassen, kam vor etlichen Jahren anlässlich eines Gespräches einiger SmokÜNer mit Bürgermeister J. Schaaf zu einem ganz anderen Thema. Ein Zigarillo lugte aus der Brusttasche des Bürgermeisters … woraufhin das Thema wechselte und der Repräsentant der Obrigkeit letztlich bei edlen Zigarren, heimischen Spezialitäten wie Hohenloher Apfelmost, Hohenloher Wein und Schmalzbroten, erinnernde Worte sprach …
So erhält der Spruch „Friede seiner Asche“ eine ganz andere Bedeutung.
Am 19. Juli ist es wieder soweit … auf dem Kupferzeller Freidhof.
In Verbindung stehende Artikel:
Zurück zur Natur: Heuballenlounge im Jagsttal - 08-06-10 10:49