10-04-07 00:01 Alter: 20 yrs
VON:GH
Das Osterei • Zugleich eine Lehre in Steuerzeichenkunde
Bei dem gesuchten Osterei handelte es sich um den Cohiba Behike Humidor.
 |   Das Steuerzeichen
  Der Humidor in Samt eingeschlagen und in einer passgenauen Kiste verpackt.
  Das Ganze sieben Mal, denn so viele Behike-Humidore werden in Deutschland ausgeliefert.
  Der Schlüssel zum Gespräch mit Gott.
|
Im unteren Teil der Steuerbanderole findet man die Ziffern „34302“ sowie „C7“. 34302 ist die Steuernummer der 5thAvenue Product Trading GmbH mit Sitz in Waldshut-Tiengen. „C“ ist der 3. Buchstabe im Alphabet und steht für den dritten Monat des Jahres, also den Monat März; und die „7“ steht für das Jahr 2007.
Mit anderen Worten: Diese Steuermarke wurde im März 2007 für den deutschen Alleinimporteur von Habanos ausgegeben.
In der Angebotspalette dieses Unternehmens befindet sich nur ein Produkt, dessen 40 „Einzelteile“ zu je 375 Euro in einem Humidor verkauft werden. Dies ist der Humidor mit 40 Cohiba Behike, der anlässlich des 40-jährigen Geburtstages der Marke Cohiba im Jahr 2006 aufgelegt wurde.
Die Ausgabe der Steuerzeichen bedeutet zugleich, dass die für Deutschland vorgesehenen sieben Humidore nunmehr eingetroffen, verfügbar und auslieferungsfähig sind.
Zwei werden über die Casa Berlin, zwei über die Casa Köln, zwei über die Casa Nürnberg und ein Humidor wird über den Habanos Specialist des Jahres 2006 an den Käufer ausgeliefert werden. Zumindest in den Casas Berlin und Nürnberg wird die Besichtigung dieser Preziosen möglich sein.
Er ist auf 100 Stück weltweit limitiert. Da in jedem Humidor 40 Zigarren sind, gibt es nur 4000 dieser Zigarren.
Jede der Zigarren ist einzeln auf dem Zigarrenring nummeriert. Sie haben die Länge einer Lanceros (192 mm) und das Ringmaß einer Siglo VI (52), womit die Entwicklung in den 40 Jahren symbolisiert werden. Die Lanceros ist das erste und längste Format, die Siglo VI das letzte und zugleich dickste Format, das geschaffen wurde.
Die Kombination ergibt das Behike-Format – die längste und dickste Cohiba, die es je gab.
Alle 4.000 Zigarren wurden von nur einer Torcedora (Rollerin) hergestellt, nämlich Norma Fernández Sastre, einer der besten und auf jeden Fall dienstältesten Rollerinnen der Cohiba-Manufaktur El Laguito. Sie rollte bereits Cohibas, als diese Marke noch namenlos war und von einer kleinen Gruppe von Torcedores ausschließlich für Fidel Castro und seine Staatsgäste hergestellt wurde.
Der Name Behike kommt vom Volk der Taino, das aus Venezuela stammt und unter anderem Cuba ab 700 v. Chr. besiedelte. Der Behike – deren Medizinmann – war dafür zuständig, den Kontakt zu den Göttern zu halten.
Der Humidor wurde von der französischen Firma Elie Bleu hergestellt und besteht aus Bergahorn, schwarzem Ebenholz, Perlmutt, Zedernholz und Rinderknochen. Neben dem hochglanzpolierten Edelholz dient die Haut einer besonderen Haifischart als Oberfläche, da sie höchst strapazier- und widerstandsfähig ist.
Jeder Humidor ist mit einer nummerierten Platte verziert, in die der Name des Besitzers eingraviert wird.
Die Behike kann man sicherlich sofort rauchen oder aber einige Jahre liegen lassen. Man kann sie aber auch als Geldanlage betrachten.
Anlässlich des 30. Geburtstages von Cohiba im Jahre 1996 wurden 45 Humidore mit je 50 Double Robustos (Robustos Especiales, RM 50 bei 23 cm Länge) zu einem Preis von damals 37.000 DM pro Stück ausgegeben. Der heutige Auktionspreis liegt bei circa 30.000 $.
Wer den Humidor einmal aus gebührender Entfernung sehen möchte, wende sich einfach an seine Casa.