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09-05-12 09:37 Alter: 14 yrs

VON:GH

Davidoff • die neuen Flagship-Stores

Zigarrengeschäfte für das 21. Jahrhundert. Bescheiden klingt das nicht, was Davidoff jetzt der Öffentlichkeit in Basel präsentiert hat.


Basel, Marktplatz 21
Basel, Marktplatz 21

Hans-Kristian Hoejsgaard, CEO der Oettinger Davidoff Group
Hans-Kristian Hoejsgaard, CEO der Oettinger Davidoff Group

Ein gläserner Humidor, warme Farben und Lamellen beherrschen des Interieur
Ein gläserner Humidor, warme Farben und Lamellen beherrschen des Interieur.


Informationsmonitore und iPad Instore App – Mehrwert beim Einkauf.


v. l. n. r.: Günther Muhr, Geschäftsführer A. Dürr & Co. AG; Lona Meier, Store Managerin Davidoff Flagship Store Basel; Hans-Kristian Hoejsgaard, CEO Oettinger Davidoff Group; Tom Ryhiner, Head of Retail & Lounge Strategy Oettinger Davidoff Group; Peter Bänninger, Senior Vice President, Retail, Oettinger Davidoff Group

Um es vorweg zu nehmen: Bescheidenheit wäre fehl am Platz. Im Detail und in Gänze ist das neue Shopkonzept ein gelungener und großer Wurf.

Der erste Shop im neuen Design wurde Ende des Jahres 2011 im Duty-Free-Bereich des Flughafens Zürich eröffnet. Das erste frei zugängliche Geschäft wurde nun in Basel, dem Sitz der Oettinger Davidoff Group präsentiert.

Als Erstes fällt die Umbenennung der Einzelhandelsmarke auf. „Davidoff of Geneva – since 1911“ prangt nun in großen Lettern über dem Geschäft und findet sich an verschiedenen Stellen in dezenter Form innerhalb des Geschäftes wieder. Grund für diese Bezeichnung, so Hans-Kristian Hoejsgaard, der CEO der Oettinger Davidoff Group, ist „die Rückbesinnung auf unsere Wurzeln als DER Tabakspezialist weltweit.“.

Zu allererst fallen die warmen Farben, die Holzlamellen und die geradezu verschwenderische Verwendung von Glas auf. Dezentes Gelb und Orange – man taucht geradezu ein in die Wärme der Karibik. Das Herz des Geschäftes, der begehbare Humidor, ist rundherum mehrfach verglast. Von außen und von innen sind die Zigarren und Zigarrenkisten präsent und laden zum Hereinkommen ein. Die nahezu ausschließliche Verwendung von Glas vermittelt zugleich eine Größe, die man auf den üblicherweise kleinen 1A-Flächen dieser Welt sonst nicht spürt.

Die hellen Farben werden durch dunklere Holzlamellen aus amerikanischem Kirschholz kontrastiert. Die hellen aber keineswegs grellen Farben wirken dadurch in ihrer Anmutung bescheidener und einladender.

Im Humidor steht ein iPad bereit. Entweder man kann darin durch das gesamte Portfolio blättern und sich kundig machen oder nach der Beantwortung von vier Fragen die passenden Zigarren empfohlen bekommen. Einen Klick weiter und man weiß, wo in der Nähe sich Lounges befinden. Ein sinnvoller Service, denn in den Einzelhandelslagen, in denen diese Geschäfte zukünftig sein werden, wird es keine Lounges geben können. Falls gewünscht, kann man natürlich auch gleich von hier aus via Twitter oder Facebook der Welt oder seinen Freunden mitteilen, für was das Herz sich soeben entschieden hat. iPad Instore App heißt hier das Zauberwort.

Wir wiederholen es gerne: Das Design der Flagship-Stores ist ein gelungener Wurf.

Die nächsten Geschäfte dieser Art werden am Bahnhofplatz in Zürich und am Schwanenplatz in Luzern sein, gefolgt von den internationalen Metropolen Johannesburg, Palm Beach, Peking, Tokio und Taipeh Airport (Duty Free).

Seit gut einem Jahr ist Hans-Kristian Hoejsgaard nun Chef des Konzerns. Neben dem personellen Umbau im Management und dem recht genialen Schachzug, die Art Basel und Art Basel Miami zu sponsern, ist das Design der Stores die dritte Aktion, für die er mit seinem Gesicht steht und voll verantwortlich ist. Als Konkurrent von Davidoff sollte man spätestens jetzt anfangen, sich ernsthaft Gedanken zu machen.

Einen filmischen Eindruck bekommt man unter dem angegebenen Link.

 


Links:

www.davidoff.com/davidoff/de/pub/schnellzugriff/film_flagship.cfm