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14-12-12 10:22 Alter: 14 yrs

VON:DAVID ROLLIK

Der antidemokratische Kampf gegen das Rauchen



Dass EU-Gesundheitskommissar John Dalli im vergangenen September wegen Betrugsvorwürfen zurücktreten musste, tat dem Tatendrang der Gesundheitsapostel in seinem Ressort keinen Abbruch.

Auf Dalli folgte Tonio Borg, der die Tradition der Gesundheitskommissare, die eher Gesundheitspolizisten sind, munter fortsetzt. So will Borg, berichtet die Tageszeitung „Die Welt“, am kommenden Dienstag der EU-Kommission deutlich verschärfte Regeln für Zigaretten vorlegen. Diese sehen demnach vor, dass in Europa Schockbilder auf die Zigarettenpackungen kommen. Zusammen mit größer werdenden Warnhinweise sollen diese die Schachteln fast komplett bedecken. Die Schachteln werden genauso definiert wie Aussehen und Größe der Zigaretten. Und Zusatzstoffe wie Menthol sollen verboten werden. Die Regen für Pfeifentabak und Zigarren, so die Zeitung, seien „etwas weniger scharf“.

Letztere Aussage sollte Zigarrenraucher aber nicht veranlassen, sich nun nach erster Erregung wieder entspannt zurückzulehnen. Zuvor sollten sie sich den lesenswerten weil klugen Kommentar von Thomas Exner, stellvertretender Chefredakteur der „Welt“, zu Gemüte führen: „Denn es geht um mehr als den blauen Dunst. Es geht um die Entgrenzung staatlichen Wirkens. Es geht um die Freiheit eines jeden – nicht im romantischen Sinne qualmender Cowboys wie sie früher in Werbespots der Tabakindustrie zu sehen waren, sondern um die ganz konkrete Freiheit, selbst über sein Leben, seinen Konsum und auch die Risiken, die man bereit ist einzugehen, zu entscheiden.“ 

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