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09-01-15 08:31 Alter: 12 yrs

VON:GH

Die Besorgnisgesellschaft – von Günter Ropohl

Vor einigen Tagen stellten wir das für die Jackentasche geeignete Büchlein „Der kleine Herzog“ (152 Seiten, 136 Gramm) vor. Für die andere Jackentasche gibt es das inhaltlich ebenso schwerwiegende Büchlein „Besorgnisgesellschaft“ (152 Seiten, 156 Gramm).



Günter Ropohl, der Beschreiber und Kritiker der Besorgnisgesellschaft war bis 2004 Professor für Allgemeine Technologie an der Universität Frankfurt. Zu seinem Lehrbereich gehörte die Philosophie der Technik.

So verwundert es nicht, dass sich der Hochschullehrer auch mit den Fragen der Individualität und Selbstbestimmung beschäftigt.

Sein Buch „Besorgnisgesellschaft“ gehört zu denjenigen, die sauber und nachvollziehbar analysieren, dass Tabakbekämpfer und Antiraucher nicht von hehren Motiven geleitet werden, sondern je nach nach Standpunkt die Bevormundung des Einzelnen oder aber finanzielle Gründe im Fokus haben.

Seine Analyse betrifft nicht nur den 08-15-Politiker, der einfach nur den Veggieday fordert, sondern reicht bis in die Phalanx der militanten ehemaligen Raucher. Ihren Hass auf Raucher erklärt er mit dem aus der Tiefenpsychologie bekannten Phänomen des Ressentiments: „… des uneingestandenen Neides auf Andere, die sich einen Genuss gönnen, den man sich selber versagt.“

Besonders lesenswert wird das Büchlein, wenn Ropohl wie mit einem Präzisionlaser und wenigen Worten nachweist, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO), aufgrund ihrer eigenen Definitionen und den selbst gestellten Ansprüchen alsbald auch ein Verbot von Mineralwasser fordern müsste, denn auch hier besteht ein Abhängigskeitssyndrom (S. 54 f.)

Die „Besorgnisgesellschaft“ gibt es für die andere Jackentasche zum Blättern und als eBook.