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27-02-07 10:35 Alter: 20 yrs

VON:GH

Die bitteren Folgen der Hysterie

In den 1990er Jahren fegte durch Deutschland eine hysterische Stimmung, die zwei Menschen ins Aus katapultierte.



Dieses Buch hat nichts mit Zigarren zu tun - darum erscheint es auch nicht in der Zigarrenbibliothek. Aber das Thema - Die Hysterie und ihre Folgen - hat durchaus etwas mit der gegenwärtigen Situation der Raucherdiskriminierung zu tun.

Zwischen 1994 und 1998 geschahen eine Reihe von Kindesmisshandlungen und die Zeitungen waren voll davon. In dieser Zeit wurden auch zwei Männer beim Landgericht Osnabrück angeklagt, ein Mädchen mehrfach vergewaltigt zu haben. Polizei, Staatsanwalt, Gericht, Gutachter und Krankenschwestern arbeiteten höchst fehlerhaft und nachlässig, was zu einer jahrelangen Gefängnisstrafe für die beiden Angeklagten führte. Man hatte nur das Kindeswohl im Auge. In einem Aufsehen erregenden Prozess wurde der Fall wieder aufgenommen und es erging Freispruch für beide wegen erwiesener Unschuld. Einer der beiden Unschuldigen lebt noch heute in einer betreuenden Einrichtung.

Sabine Rückert, die den Fall jahrelang beobachtet hat, ist Redakteurin der ZEIT.

Ähnlich mutet der derzeitige Feldzug gegen das Rauchen an.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum veröffentlicht eine "Studie", wonach jährlich 3.300 Personen durch das Passivrauchen sterben. (Zum Vergleich: In Italien sterben jährlich rund 7.000 Menschen aufgrund der unhygienischen Krankenhausverhältnisse.) Kathrin Zinkant - ebenfalls ZEIT-Redakteurin - >hat nachgewiesen<, dass diese "Studie" auf unseriöse Weise zustande kam.

Auch in diesem Falle wird nicht differenziert zwischen der Zigarette und der guten Zigarre, deren verantwortungsbewusster Genuss noch niemandem geschadet hat.

Es fegt ein Wind durch Deutschland, der eventuell gut gemeint sein könnte, aber viel Gutes mit wegweht.

Wehret den Anfängen!