Die Rückkehr nach Kuba wäre ein Traum …
10 Fragen an Albert Manzone.
 |   Das Interview mit Albert Manzone führte Kolja Kukuk (li.)
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9. Frage: „Die USA hat eine völlig andere Markenstruktur als Europa. Was denken Sie, ist der wichtigste Aspekt, um in den USA zu den Top-Marken zu gehören? Was sind die Unterschiede im Vergleich zu Europa?“
Albert Manzone: „Ich denke, es gibt zwei grundlegende Unterschiede zwischen den USA und Europa. Ich hoffe, dass Jim Young mir in diesem Punkt beipflichtet, da ich in dem Bereich kein Experte bin. Allerdings sehe ich seine Arbeit aus der Ferne. Ein Unterschied ist natürlich das Fehlen kubanischer Zigarren auf dem US-amerikanischen Markt. Dadurch ist ein viel größerer Spielraum für andere große Firmen gegeben, die in Europa weitaus weniger Chancen hätten. Der zweite Unterschied ist, dass in den USA 50 % des Zigarrenhandels über Online-Stores verkauft werden. Durch diese beiden essentiellen Unterschiede ist der US-Markt von einem noch höheren Konkurrenzdruck geprägt, als beispielsweise der europäische Markt. Das betrifft vor allem die preislichen Unterschiede. Auβerdem sind mehr Marken in den USA verfügbar als in Europa. In Europa hat der Einzelhandel eine immense Wichtigkeit und die Konkurrenz aus dem Online-Bereich ist längst nicht so hoch wie in den USA.“
10. Frage: „Ist Kuba eine Beunruhigung, falls das Embargo fallen sollte? Und: Kuba ist bekannterweise momentan in einem Wandel und schreitet langsam vom Kommunismus in Richtung Kapitalismus. Wenn der US-Markt also für kubanische Zigarren geöffnet werden würde, hat Davidoff schon eine Strategie, um darauf zu reagieren?”“
Albert Manzone: „Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass wir seit vielen Jahren eine sehr starke Präsenz in den USA haben. Wir haben 200 Depositäre, mit vielen unterschiedlichen Marken im Portfolio, um auf die Bedürfnisse der amerikanischen Konsumenten einzugehen und um neue Konsumenten anzuwerben. Von Zino Platinum, über Camacho, Avo, bis hin zu Davidoff können wir uns auf die unterschiedlichen Kundensegmente einstellen. Deshalb denke ich, dass wir für alle Eventualitäten gewappnet sind. Auf jeden Fall würde mit der Rückkehr nach Kuba ein Traum für unsere Unternehmung wahr werden – zurück zu unseren Wurzeln. Dies würde aber auf keinen Fall bedeuten, dass wir unsere Produktionsstätten in der Dominikanischen Republik und Honduras aufgeben würden.
Bezüglich der Rückkehr nach Kuba: Es wäre ein Traum, der wahr werden würde. Allerdings gibt es bisher keinen genauen Plan dafür. Wir müssen weiterhin warten. Genauso wie wir gut auf die potenzielle kubanische Konkurrenz vorbereitet sind, würde ein Fall des Embargos eine weitreichende Bandbreite an neuen Möglichkeiten für uns eröffnen.“
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