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12-02-13 10:47 Alter: 14 yrs

VON:MARC ACKERMANN

Eine Woche Nicaragua mit dem Cigar Journal…

Aufgrund seiner umfangreichen »Art of Smoke«-Aktivitäten wurde Marc Ackermann vom Cigar Journal zu einer Reise nach Esteli (Nicaragua) eingeladen. Hier sein Bericht:



Marc Ackermann … mit Andrea und Colin Ganley, dem Organisator von Zigarrenreisen bei Cigar Tourism.


… mit A. J. Fernandez


… mit Gilberto Oliva, den Senior-Chef von Oliva


… mit Nestor Plasencia


… mit Nick Perdomo


… mit Rudy Padron


Da das Cigar Journal sich um alles gekümmert hat, musste ich nur noch ins Flugzeug steigen und konnte mich entspannt auf die Reise freuen.

Nachdem am Flughafen von Managua (Nicaragua) alle Einreiseformalitäten erledigt waren, machte ich mich vor dem Flughafen auf die Suche nach meinem Kontakt Colin Ganley. Da der Flughafen in Managua nicht allzu groß ist, war das kein Problem. Alles war bereit: der Mini-Bus, der Leiter, die Gruppe, bestehend aus einer bunt gemischten Fülle an Nationalitäten (USA, Singapur, Österreich, Nicaragua und mir).

Unser erstes Ziel sollte der Strand von Poneloya in der Nähe von Leon sein. Die erste Zigarre durften wir mit einem Bier noch im Bus dorthin genießen. 30 Grad, offene Fenster und ein Dutzend  Leute, die bereit waren, sämtliche Antiraucher-Restriktionen für ein paar Tage hinter sich zu lassen – die Stimmung konnte nicht entspannter sein.

In Poneloya erwarteten uns Colins Frau Andrea und Carlos, in dessen Hostel wir mit Mojitos und einem Barbecue empfangen wurden. Danach Cocktails aus frischen Kokosnüssen, Zigarren und Sonnenuntergang über dem Pazifik. So langsam ahnte ich, dass diese Woche nicht so werden würde, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Später fuhren wir weiter nach Esteli, in unser Hotel.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zur Tabacalera Plasencia, wo man uns ohne Stress durch die Fabrik führte. Dort wurden sämtliche Prozesse vom Saatkorn bis zur fertigen Zigarre erklärt und jede Frage beantwortet. Man stellte uns einen der Master-Blender zur Seite und wir durften versuchen, unsere eigene Zigarre zusammenzustellen. Sogar Nestor Plasencia besuchte uns und plauderte ein wenig über die Reserva Organica.

Nach dem Lunch gingen wir weiter zu einem etwas kleineren – in Europa eher unbekannten – Fabrikanten: Erik Espinosa von La Zona Cigars. Bei diesem Typen merkte man gleich, dass Zigarren für ihn eine Passion sind. Er erzählte über alles Mögliche, während wir gemütlich rauchten. Zum Abendessen ging es weiter in ein Steakhouse und danach zurück ins Hotel auf die Dachterrasse zu einem Rum-Tasting.

Am dritten Tag führte man uns zur Tabacalera Oliva. Erneut zeigte man uns die gesamten Räumlichkeiten und man konnte schon gewisse Unterschiede in den Vorgehensweisen der verschiedenen Fabriken feststellen. Wir trafen den Senior-Chef Gilberto Oliva und bekamen einen Oliva-Sampler. Danach ging es in den Bereich, den ich mit Spannung erwartete. Wir fuhren zu den Tabak-Plantagen von A. J. Fernandez, wo dieser uns (trotz recht engem Terminplaner) persönlich herumführte und von der Saat bis zur geernteten Pflanze alles erklärte. Wir kamen sozusagen zur richtigen Zeit, denn wie uns A. J. erzählte, hätte es keine Woche mehr gedauert und alle Felder wären geerntet gewesen.

Die Scheunen und das ganze Prozedere nach der Ernte sind schon sehr beeindruckend. Am Abend hatte Colin etwas Besonderes für uns – wir waren zu einer Barbecue-Pool-Party ins „Ferienhaus“ von Jonathan Drew eingeladen. Drew war zwar nicht da, doch konnten wir es uns in seinem Haus gemütlich machen. Es war einfach nur unglaublich.

Am Tag vier hatten wir bereits früh morgens einen Termin mit Nick Perdomo – eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Er zeigte uns, wie in seiner Fabrik sogar die Zigarrenkisten produziert werden. Wie er sagte: „Ich kümmere mich um alles selbst. Nicht weil es günstiger ist, sondern weil ich die Kontrolle über Dinge haben möchte“.

Es ist klar, wieso dieser Mann erfolgreich ist. Er sieht, weiß und kümmert sich um alles, was in seiner Fabrik passiert. Bei der restlichen Führung fallen wieder kleine Unterschiede hinischtlich der Vorgehensweisen (unter anderem bei der Qualitätskontrolle) auf.

Am vorletzten Tag gab es eine Überraschung beim Lunch. In sehr nettem Rahmen übergab Colin an jeden von uns 10 Zigarren, die Plasencia nach den von uns kreierten Vorgaben produziert hatte. Danach ging es Richtung Tabacalera Padron, wo Rudy Padron uns durch die Räumlichkeiten führte. Als nächstes wartete schon die letzte Fabrik auf uns, My Father Cigars. Im Gegensatz zu den vorherigen Fabriken war dies eine sehr moderne und auf Promotion ausgerichtete Firma. Außer einer interessanten Lagerung des frisch gelieferten Tabaks gibt’s nicht viel Neues zu berichten. Auch weil wir in der Zwischenzeit schon etwas an Informationen überladen waren. Abendessen gab es in einem Steakhouse und man konnte schon etwas Wehmut in der Gruppe verspüren. Alle hatten eine gute Zeit und haben in den paar Tagen unglaublich viel gelernt. Alles hat ein Ende und so packten wir am nächsten Morgen unsere Koffer wieder in unseren Minibus und machten uns auf den Weg Richtung Flughafen Managua. 

Ich möchte ganz besonders dem Cigar Journal, Colin & Andrea Ganley, Cigar Tourism und natürlich Art of Smoke für dieses unglaubliche Erlebnis danken. Diese Reise hat alle meine Erwartungen übertroffen und für mich war es sicher nicht das letzte Mal …