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26-06-12 12:01 Alter: 14 yrs

VON:GH

Für jeden Kunden ein anderer Zigarrenpreis

In der Schweiz können die Zigarrenhändler – im Gegensatz zu Deutschland – die Zigarrenpreise selber festlegen. Eine neue Software sorgt dafür, dass der Preis künftig schneller und steiler nach oben gehen könnte.


Rund 50.000 dieser Kultfahrzeuge blubberten bei den Harley Days durch Hamburg
Rund 50.000 dieser Kultfahrzeuge blubberten bei den Harley Days durch Hamburg

Das Zauberwort heißt Data Mining. Nichts Neues, aber immer wieder mit interessanten Varianten. und Ergänzungen.

Hat man in der Vergangenheit die Daten des eigenen Unternehmens oder die zur Verfügung gestellten Daten des PC-Nutzers ausgewertet, nimmt man heute beide Datenquellen und fügt – je nach Bedarf und Fragestellung – weitere hinzu.

Wenn die Daten des eigenen Unternehmens vorhanden sind, wirtschaftliche Daten über Zahlungsmoral und Wohngegend hinzukommen, müssen nur noch ein paar Kekse (Cookies) auf dem Rechner des Webseitenbenutzers gefunden werden. Dort steht zum Beispiel, welche Shops vorher besucht wurden, nach welchen Zigarren gesucht wurde, eventuell sogar, welche Zigarren wann bei welchem Zigarrenhändler gekauft wurden.

Jetzt schauen wir noch nach, welchen Rechner der potenzielle Kunde nutzt. Ist es ein 32-bit-Prozessor, auf dem Windows XP gerade noch läuft oder hat er das neueste Modell von Apple. 

Wenn man alle diese kleinsten Informationen richtig und vor allen Dingen schnell zusammensetzt, findet man auch einen individuellen Preis für den potenziellen Kunden. Apple-User beispielsweise zahlen, wenn es um Bequemlichkeit oder Luxus geht, gerne etwas mehr. Besucht also ein Apple-User die Seite, kann man den Preis gleich einige Prozentpunkte höher legen.

Der häufige Besuch einer Harley-Davidson-Seite könnte ebenfalls preiserhöhend wirken. Wer so etwas fährt, weiß, was Spaß macht und lässt es sich auch gerne etwas kosten.

Sie glauben, das geht (noch) nicht? 

Der Prototyp läuft bereits.