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02-06-08 10:27 Alter: 18 yrs

VON:GH

Habanos-Festival in Berlin

Nur wenige Prozente relativer Luftfeuchtigkeit mehr, und wir hätten am vergangenen Samstag komplett kubanische Verhältnisse gehabt, als Maximilian Herzog, Berlins Zigarrenhändler, seine neue Oase am Osthafen eröffnete.



Wegweiser in Zeiten der Prohibition: Maximilian Herzog bei der Eröffnung seiner Zigarrenoase am Berliner Osthafen.


Heinrich Villiger im Gespräch mit Dannemann-Brasilien-Präsident Hans Leusen


12 kubanische Botschafterinnen mit den typischen Landesprodukten.


Zwei von vier Namenspaten: Matthias Keidtel (li.) und Michael Schneider (re.)

Zigarren Herzog am Hafen – den regelmäßigen Lesern ist diese Adresse spätestens seit Anfang des Jahres ein Begriff, als wir die Lokalität in pränatalem Zustand besuchten.

Für die offizielle Eröffnung hatte sich Berlins Zigarrenhändler mit Wegweiserfunktion passender Weise den Weltnichtrauchertag ausgesucht – und eine eindrucksvolle Inszenierung hingelegt.

Max Herzogs stetiges Rauchen guter Zigarren sichert ihm einen guten Kontakt zu den Göttern; zumindest zum Wettergott, denn anders waren 28° C Lufttemperatur nicht zu erklären.

Nach der Begrüßung und Überreichung eines Konvoluts von Zigarren galt es, den Blick auf den Osthafen zu werfen. Langsam kam ein mit den Flaggen Kubas und Deutschlands verziertes postgelbes Schiff auf den Zigarrenladen zu. An Bord kubanische Botschafterinnen (später haben wir 12 gezählt), die – beladen mit den Kisten der heimischen Produktion – das Festland erklommen und der Reihe nach von Maximilian Herzog begrüßt wurden.

Die rund 300 Besucher führten die Botschafterinnen gerne zu den aufgestellten Zelten und in die schützende Umgebung der Zigarrenoase.

Diese hat inzwischen eine heimelige Atmosphäre bekommen. Ventilatoren sowie ein imposanter Lüster an der Decke, das Wandbild ist mit Tabaksäcken gut geschützt und dennoch verhüllt. Der Humidor ist fertig und selbst Hans Leusen, Präsident von Dannemann Brasilien, zollte der sauberen Verarbeitung der brasilianischen Zeder seinen Respekt.

Der Garant für kurzweilige und amüsante Bonmots aus der Geschichte der hohen Diplomatie und der Zigarre, Max Maldacker, Vortragender Legationsrat I. Klasse im Auswärtigen Amt, hielt auch diesmal nicht mit seinem Wissen hinter dem Berg – sofern es denn von der diplomatischen Schweigepflicht nicht mehr betroffen war.

Heinrich Villiger, Doyen der europäischen Zigarrenwelt, Chef von Villiger und 5THAvenue, nahm den Weltnichtrauchertag als willkommenen Aufhänger in seiner Glückwunschrede.

Besondere Aufmerksamkeit genossen Matthias Keidtel und Michael Schneider, zwei der vier Namenspaten von „Zigarren Herzog am Hafen“.

Matthias Keidtel ist Schriftsteller in Berlin und hat mit seinem Werk „Ein Mann wie Holm“ in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit erregt. Die darin beschriebene Geschichte eines „Muttersöhnchens“ mit Abnabelungsproblemen hat auch deshalb ihren Reiz, weil Keidtel eine Zeit lang im Geschäft von Maximilian Herzog gearbeitet hat und diese Erfahrungen höchst amüsant in seinem Roman verarbeitet hat. „Ein Mann wie Holm“ ist Teil eins der „Trilogie des modernen Mannes“, deren zweiter Teil im Frühjahr 2009 erscheint.

Michael Schneider ist nicht nur Jurist in Freiburg und Zigarrenmeister, sondern auch regelmäßiger Produzent von Beiträgen in der Tabakpresse.

Beide haben mit ihren Vorschlägen für den heutigen Namen der Berliner Zigarreninstitution gesorgt.


Links:

www.artofsmoke.de/bildergalerie/eroeffnung-herzog-am-hafen-3152008/