19-04-11 13:37 Alter: 15 yrs
VON:GH
HANSE SPIRIT • Potenzial zur Standardsetzung
Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg die 1. HANSE SPIRIT statt.
Rund 30 Aussteller hatten sich im Hamburger Curiohaus eingefunden, um insbesondere Whisky vorzustellen.
Nun ist es nicht unbedingt neu, dass Whiskyproduzenten und Vertriebspartner an einem Ort zusammen kommen, um der geneigten Kundschaft etwas vorzustellen. Neu und modifiziert sind aber schon Ort und Ablauf.
Die Freunde des „Wenn für lau, dann jau“ (wenn umsonst, dann gerne) konnte man mit einem moderaten Eintrittspreis und ein bis vier Euro pro 2 cl Verkostungsgut erfreulicherweise fernhalten.
Die daraus resultierende geringere Besucheranzahl tat der Veranstaltung und insbesondere den Besuchern gut, war doch ausreichend Zeit für informative Gespräche und eine ruhige Verkostung. Das Curiohaus bietet genügend Platz, um kein Gedränge entstehen zu lassen.
So konnte man an zwei Tagen locker von Stand zu Stand schlendern und genüsslich probieren. (Ein paar mehr Sitzgelegenheiten hätten der Verkostung sicher gut getan.)
Glastauschstationen sorgten für stetig saubere Gläser; wenn man wollte, auch nach jedem Probeschluck.
Die Aussteller kamen aus dem oberen Fünftel dessen, was die Welt des guten Whisky zu bieten hat.
In diversen Seminaren gab es die Möglichkeit, einzelnen Herstellern oder Produkten besonders tiefschürfend näher zu kommen.
Unterrepräsentiert waren Rum und Edelbrände. Whisky nahm etwa 90 % des Angebotes ein.
Misslich für den Zigarrenraucher: Man hatte vergessen, eine Zigarrenlounge einzurichten.
Sollte es im nächsten Jahr eine separate Zigarrenlounge, mehr Rum und Edelbrände geben und das Konzept beibehalten werden, wäre HANSE SPIRIT die Spirituosenmesse, die man jedem Zigarrenfreund ans Herz legen würde und müsste.