07-06-08 08:03 Alter: 18 yrs
VON:GH
Heinrich Villiger: Zum Weltnichtrauchertag
Abends sagte der Chef von Villiger und Söhne sowie 5TH Avenue auf der Eröffnungsveranstaltung des Zigarrengeschäftes „Zigarren Herzog am Hafen“:
„Inzwischen ist dieser Tag ja schon fast vergangen – es ist 19.00 Uhr – und er verlief wie jeder andere Tag auch; ohne jegliche Resonanz in der Öffentlichkeit, ohne Demonstrationen gegen die Raucher, ohne Aufrufe der notorischen Tabakgegner.
Wir dürfen uns jedoch nicht in Sicherheit wiegen. Es stellen sich zwei Fragen: Leben wir bereits in einer Zeitphase der Prohibition oder steht uns diese erst noch bevor? Ich würde sagen, dass wir uns zur Zeit in einer Interregnum-Phase befinden, oder anders ausgedrückt: Das Ende der Fahnenstange in diesem Krieg gegen den Tabak ist noch nicht erreicht. Ich sage das nicht, um etwa Trübsal zu blasen, sondern um alle jene aufzuwecken, die etwa der Meinung sind, dass die jetzigen Einschränkungen, mit denen wir bereits leben müssen, eigentlich tragbar sind. Aber darum geht es nicht. Sie kennen das Sprichwort, dass einem die ganze Hand genommen wird, wenn man dem Gegner einen Finger reicht.
Es geht um mehr als nur um eine Auseinandersetzung zwischen Rauchern und Nichtrauchern, es geht schlicht und einfach um die soziale Akzeptanz des Rauchens und damit des Tabaks. Und es werden nicht einmal ‚Schlupflöcher‘, wie zum Beispiel Schnupf- oder Kautabak – also der so genannte ‚rauchlose‘ Tabakgenuss – akzeptiert, sondern die militanten Gegner wollen den Tabakgenuss insgesamt ausmerzen.
Das ist keine Erscheinung der Neuzeit. Im Laufe der Jahrhunderte, seit Kolumbus den Tabak nach Europa brachte, war der Tabakgenuss immer wieder die Zielscheibe von Fanatikern. Als Beispiel möchte ich lediglich den türkischen Sultan Murad IV. (1612–1640) anführen, der das Rauchen zum Kapitalverbrechen erklärte.
Der Unterschied zur heutigen Situation ist, dass Murad die modernen
Kommunikationsmittel unserer Zeit nicht zur Verfügung standen. Der
neue Sultan heißt WHO – Weltgesundheitsorganisation –, die dem Tabak
den absoluten Krieg erklärt hat, und dies ohne formelle Kriegserklärung.
Die WHO gibt damit dem Druck der zahllosen NGO's – Non Gouvernemental Organisations – nach, die politisch überwiegend von linken und grünen Organisationen unterwandert sind. Das ist keine Kritik, sondern eine Feststellung, die auch nicht umstritten ist.“
In Verbindung stehende Artikel:
Heinrich Villiger: Zur Prohibition - 17-06-08 08:00
Heinrich Villiger: Zur herrschenden Hysterie - 14-06-08 08:00
Heinrich Villiger: Zur WHO - 12-06-08 08:00
Heinrich Villiger: Absatzzahlen - 10-06-08 08:01