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14-06-08 08:00 Alter: 18 yrs

VON:GH

Heinrich Villiger: Zur herrschenden Hysterie

Hysterie: Fakten bleiben ungenannt oder werden verdreht, die Vernunft bleibt auf der Strecke, Einseitigkeit und wertende Berichterstattung sind an der Tagesordnung. Heinrich Villiger, der älteste aktive Tabakunternehmer in Europa, beklagt dieses.



Heinrich Villiger

„Geschürt wird diese Hysterie leider auch von den Medien; dies auch nach dem Grundsatz „Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“.

Sie brauchen sich nur die Schlagzeilen der Boulevard-Presse anzusehen. In der Schweizer Presse erschien im Juli 2007 eine Meldung mit der Schlagzeile „Rasanter Anstieg der Tabak-Toten“ mit folgendem Kommentar der WHO: „Bis zum Jahr 2030 werden jedes Jahr 8,3 Millionen Menschen durch Tabakkonsum sterben. Dies seien 53 Prozent mehr als heute, sagte Douglas Betcher, Direktor der Anti-Tabak-Initiative der WHO, gestern bei einer internationalen Gesundheitskonferenz in Bangok.“

Und solchen Unsinn, ohne jegliche Beweisführung, druckt dann die Weltpresse unbesehen ab.

Es ist inzwischen ja auch nachgewiesen, dass die seinerzeitige Studie des DKFZ (Deutsches Krebsforschungs-Zentrum) in Heidelberg über die Anzahl der Passivrauch-Toten in Deutschland gravierende Fehler aufweist. Diese Studie wurde Anfang dieses Jahres (2008) von der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) widerlegt. In der BGN sind die Mitarbeiter von 40 Branchen versichert – Anzahl der versicherten Betriebe: 373.806.

Insbesondere stellte die BGN aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden Daten fest: „Passivrauchen in der Gastronomie ist kein relevantes Risiko für die Bedienung“. Diese Richtigstellung wurde von den Medien kaum registriert. Aber die DKFZ-Zahl von 3.300 Passivrauch-Toten per annum ist nicht mehr auszurotten. Sie wird unbesehen von der Politik nach wie vor kolportiert.

Es ist traurig, aber wahr: Eine Drogenbeauftragte der Bundesregierung wie Sabine Bätzing muss ja immer wieder ihre Leistungen unter Beweis stellen. Dazu bietet sich die Verteufelung des Tabakgenusses in idealer Weise an. Gerade vor wenigen Tagen hat der „Nationale Drogen- und Suchtrat“ unter seiner Vorsitzenden Sabine Bätzing wieder einen Rundumschlag gegen den Tabakgenuss gestartet …

Erstaunlich ist, dass sich nach neuesten Umfrage- und Forschungsergebnissen des anerkannten Instituts für Demoskopie Allensbach diese ganzen Antitabak-Aktivitäten nicht entscheidend auf das Konsumverhalten der Raucher ausgewirkt haben (Veröffentlichung im Februar 2008). Die Zahl der Raucher sei nämlich erheblich überschätzt worden. Der „gefühlte“ Raucheranteil an der Bevölkerung – 46% – liege nämlich erheblich über dem tatsächlichen Raucheranteil von heute 29%. Mitte der 90er Jahre (1996) sei dieser noch bei 39% gelegen und 1950 waren es noch 51%. Die Frage bleibt offen, ob die so genannte „soziale Akzeptanz“ des Rauchens abnimmt oder ob andere Gründe dafür verantwortlich sind.“