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17-06-08 08:00 Alter: 18 yrs

VON:GH

Heinrich Villiger: Zur Prohibition

Erst wenige Tage alt ist die Studie des Londoner „Institute of Economic Affairs“, in der es um Prohibition geht. Heinrich Villiger hat sie gelesen.



Heinrich Villiger

„Behandelt werden die Bemühungen zur Prohibition von Recreational drugs, Boxing, Firearms, Advertising, Pornography, Medical drugs and devices, Prostitution,
Gambling, Human body parts for transplantation und Alcohol während der letzten beiden Jahrhunderte. Die Studie kommt zum Schluss, dass alle diese Bemühungen letztlich kontraproduktiv waren und die damit beabsichtigten Ziele nicht erreichten. Und dasselbe Schicksal werden die Bemühungen um die Prohibition des Tabaks und des Rauchens erleiden.

Die entscheidende Rolle spielt die Politik. Die WHO hat vor kurzem verkündet, dass sie bis zum Jahre 2010 – das ist schon in zwei Jahren – ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz durchsetzen will. Wenn ihr das gelingen sollte, dann ist das Thema Rauchverbote in der Gastronomie „ja oder nein“ kein Thema mehr, es sei denn, der Eigentümer des Gastronomiebetriebes bedient die Gäste selbst.

Das kann nur die Politik verhindern. Erste Ansätze haben wir in der Schweiz. Es hat sich vor wenigen Tagen eine Gruppe von 20 maßgeblichen Industrie- und Branchenverbänden und von vier politischen Organisation, davon drei aus den Reihen unserer vier größten Parteien – nur die Sozialistische Partei fehlt (und natürlich auch die Grünen) – gebildet, mit dem Ziel, der Reglementierungswut des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit einen Riegel vorzuschieben. Sie nennt sich „Allianz der Wirtschaft für eine maßvolle Präventionspolitik“.

Gefordert ist der Bürger, gefordert sind insbesondere auch wir Genussraucher, damit wir uns auch zukünftig ... unserem harmlosen Genussvergnügen hingeben können, allem Unbill und dem aktuellen Zeitgeist zum Trotz.“


Links:

www.iea.org.uk/files/upld-book429pdf