18-08-14 09:04 Alter: 12 yrs
VON:GH
Herzogs Hafenfest • Puro – Puerto – Pasión
Es ist der alljährliche Höhepunkt im Zigarrenleben: Das Hafenfest von Berlins Zigarrenhändler Maximilian Herzog.
Als sich der vierhundertste Teilnehmer anmeldete, wurde die Liste geschlossen.
Alleine schon wegen der Zigarren musste bei dieser Zahl Schluss sein. Immerhin erhielt jeder Hafenfestler eine Vegueros Entretiempos, die Robusto (110, 52) aus der neuen Vegueros-Serie, die in Berlin erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Zusammen mit einer Bolivar und einer Montecristo bildete sie die „Selección Hafenfest 2014“.
Berlins Zigarrenhändler Maximilian Herzog wartete einen der Regenschauer ab, die noch zwei weitere Male für Abkühlung sorgen sollten, ehe er um 16 Uhr das mittlerweile 7. Hafenfest eröffnete.
S. E. René Juan Mujica Cantelar, Botschafter der Republik Kuba in Deutschland, ließ es sich nicht nehmen, die Freundinnen und Freunde der kubanischen Zigarre herzlichst zu grüßen und auf den kulturellen Wert der Zigarren hinzuweisen.
Luis Enrique y su banda lieferte unentwegt kubanische Musik in die Ohren und Köpfe der Besucher, als Begleitung zum Mojito von Havana Club, zur „Schlacht“ am vielfach hochgelobten Buffet, zur musikalischen Untermalung der kubanischen Tänzerinnen und ihres Vortänzers oder zum Tanz aller bis in die Dunkelheit.
Ringolfiere 0.3 – wenn 12.000 Zigarrenringe schweben. Erstmals wurden die in den drei Geschäften (am Hafen, Casa del Habano im Savoy und am Ludwigkirchplatz) gesammelten Zigarrenringe mit musikalischer Untermalung als tanzende Ringe präsentiert. In gleißendem Licht erstrahlten die kleinen Kunstwerke und erinnerten an vergangene angenehme Stunden.
Über 6.000 Euro kamen durch die große Zigarren-Tombola zusammen und gehen nun ohne jeden Abzug an das Kinderkrankenhaus „William Solér“ in Havana.
Die Berliner Obrigkeit hatte, wie in jedem Jahr, auch diesmal wieder Musik ab 22 Uhr untersagt. Immerhin könnte es ja sein, dass in weit entfernten Bürogebäuden jemand zum dringend benötigten Schlaf seinen Kopf auf den Schreibtisch legt – und in einem solchen Falle soll Ruhe herrschen.
Wie jedes Jahr tat es auch diesmals der Stimmung keinen Abbruch. Ein kleines, aber eindrucksvolles Feuerwerk läutete die Zeit bis Mitternacht ein.
Der harte Kern der Hafenfestler trifft sich dann zum „entre nous“ im Hafengebäude. Ab hier herrscht Schweigepflicht, denn es gilt: Man muss dabei gewesen sein.