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13-03-14 09:04 Alter: 12 yrs

VON:GH

Katholische Kirche: Zigarrenraucher wird Chef der Konferenz

Der bekennende Zigarrenfreund Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising und auch sonst mit einflussreichen Posten belastet, wurde zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Das lässt hoffen.



Erzbischof Marx (Bild: Erzbischöfliches Ordinariat - Pressestelle - Foto Thomas Klinger)

Nicht, dass Kardinal Marx nun ein libertärer oder gar revolutionärer Amtsträger der katholischen Kirche ist. In diesem Punkte wird es außer einigen Gesprächen und kosmetischen Kleinigkeiten (Kommunion wiederverheirateter Geschiedener) kaum etwas geben.

Hoffnung besteht jedoch, was das Zigarre rauchen in den Kirchen betrifft. Immerhin ist es erst rund 350 Jahre her, dass das Tabak rauchen in den Kirchen verboten wurde. 350 Jahre – bei einer über 2.000 Jahre alten Institution also kaum mehr als ein kurzer Moment.

Nicht nur die Gläubigen, auch der Klerus konsumierte in den Kirchen Tabak in unterschiedlichsten Weisen – Schnupftabak und Pfeife standen im Vordergrund. Erst die exzessive und missbräuchliche Verwendung führte zum päpstlichen Verbot – aber auch nur in Spanien.

Ersetzt werden könnte dadurch der Weihrauch, den man bei besonderen Anlässen durch das Gotteshaus wabern lässt. Stattdessen würden die Gläubigen gebeten, eine Zigarre anzuzünden, um auf diese Weise Wohlduft zu verströmen. Und was die aphrodisierende Wirkung, die dem Weihrauch nachgesagt wird, angeht – diese hat eine Zigarre schon lange.

Man sagt, es sei untersagt, während des Betens zu rauchen. Zulässig aber ist, beim Rauchen zu beten. Ein kleines Stoßgebet bei der nächsten Zigarre (Möge das Rauchen in Kirchen wieder Einzug halten) ist also durchaus gottgefällig.