29-03-16 00:01 Alter: 10 yrs
VON:GH
Kostenpflichtige Zwangserweiterung: 5.000 Euro in 21 Tagen
Internet-Zigarrenhändler haben im März 21 Tage Zeit, um ihren Zigarrenshop mit einer zusätzlichen Funktion zu versehen.
Die Obrigkeit (Abteilung Gesetzgebung) hat am 10. März 2016 im Bundesgesetzblatt verkündet, dass auch die Zigarrenshops im Internet dafür zu sorgen haben, dass Zigarren nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden.
Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden, denn immerhin wird auch der Käufer im stationären Handel auf sein Alter hin überprüft.
Schikanös ist es jedoch, für die Programmierung der erforderlichen Altersverifikationssysteme lediglich 21 Tage Zeit zu geben. Ab dem 1. April 2016 soll die Altersüberprüfung nämlich durchgängig erfolgen.
Zwar handelt es sich bei dem „Perso-Check“ nicht um Hexenwerk, aber letztlich muss auch der in die vorhandene Softwarearchtitektur eingepasst werden. Und dann ist auch noch mit dem Spediteur zu verhandeln. Denn der muss bei Auslieferung des Paketes ebenfalls auf das Alter des Kunden achten.
Und kostenfrei – quasi zum Wohle der Kinder und Jugendlichen – arbeiten weder Programmierer noch Spediteure. Zwischen 3.000 und 5.000 Euro wird der Programmierer nehmen. Der Spediteur kassiert bei jedem Paket: Kurzer Blick auf den Empfänger: Ein Euro.
Wenn man für all das nur 21 Tage Zeit vorsieht, bezweckt man auch noch etwas anderes: Schikanierung des Zigarrenhändlers und des Zigarrenrauchers. Denn letzterer muss zukünftig seinem Paketboten den Ausweis zeigen – es sei denn, er sieht alt genug aus.