03-10-14 12:50 Alter: 12 yrs
VON:MICHAEL JOHRDEN
Kuba und Bayern – Wächst zusammen, was zusammen gehört?
Am Tag der deutschen Einheit berichtet unser Autor von einer anderen aber ebenso revolutionären Einheit.
 |   La Bavaria – wenn kubanischer Samen auf bayerischem Boden wächst.
  Das Weckglas – übrigens zugleich ein ausgezeichneter Reisehumidor. Absolut dicht über Wochen und man sieht immer, was noch drin ist.
  Die „Schalkham Smokers Lounge“ – hier werden die Neuentwicklungen probiert.
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Naja, eigentlich hoasts ja „a Münchner im Himmel“, aber des is ja fast as selbe.
Und obwohl es nix mim „Manna“ zum doa hat, so is für manch oan vo uns doch außerodentlich wichtig.
Wer kennt´s ned de G´schicht vom Hingerl Alois, der Dienstmann Nummer172 am Münchner Hauptbahnhof, der mit solch einer Hast sei Arbad erledigt hod, so dass erm da Schlog droffa hod. Nach am ausbleibenden Schmoizla und am Manna statt a sauban Hoibe Bier hod da Aloisius statt Hosianna zum singa so laud gfluacht, dass da liabe Herrgott entschieden hat, der Engel Aloisius mechad doch zukünftig die göttlichen Ratschläge an die bayrische Staatsregierung übermitteln, anstatt im Himmel Unruhe zu stiften.
Den Ausgang der Geschichte, den kennt auch jeder. Auch heute noch sitzt der „Loisl“ im Hofbräuhaus und die bayrische Staatsregierung wartet nach wie vor auf die göttliche Eingebung.
Wenn Selbige der Loisl mal nicht am Schalkhamer Hof von Marcel Polzmacher abgegeben hat.
Dort wuchs nämlich im wahrsten Sinne des Wortes seit 2005 die Idee des bayerischen Jungunternehmers, eine eigene, echte bayrische Zigarre zu kreieren.
In den ersten drei Jahren des Projektes experimentierte Marcel Polzmacher mit diversen Saatgutsorten und deren Reife auf unterschiedlichsten Böden.
Im Jahr 2008 war es dann soweit: Nach unzähligen Experimenten und missglückten Versuchen, wurde die erste Symbiose zwischen bayerischer Heimaterde und kubanischem Saatgut eingefahren.
Den Prozess der Trocknung und anschließenden Fermentation hat sich der Bayer durch Befragung unzähliger Koryphäen der Zigarrenbranche sowie ausgiebigen Studiums von Fachliteratur selbst angeeignet.
Die Tabaksorte ist ein gut gehütetes Firmengeheimnis.
Die anfänglich aus Leidenschaft geborene Idee wurde prompt salonfähig. Unzählige Raucherkollegen bestärkten den Zigarrenliebhaber, welcher zwischenzeitlich die Polzmacher Tobaco Group gegründet hatte, seine Vision auch wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Die ersten Exemplare der originalen bayerischen Longfiller-Puro wurden selbstverständlich von zwei Kubanerinnen gerollt – nach alter Tradition.
Seit diesem Zeitpunkt nimmt die „La Bavaria“ Anlauf, die Zigarrenwelt zu erobern und die Herzen der Aficionados zu erfreuen.
Den Anfang machen das Robusto- und Corona-Format. Diesen sollen alsbald das Churchill- und Pyramide-Format folgen.
Da man es bei uns in Bayern ja bekanntlich nicht so genau nimmt, und der geneigte Aficionado durchaus etwas mit den Format-Bezeichnungen anfangen kann, erspart der Autor Ihnen, werte Leserschaft, an dieser Stelle Ausführungen zu metrischen Angaben.
Selbst beim Behältnis ist Marcel Polzmacher seinen heimatlichen Vorfahren treu geblieben und liefert die „La Bavaria“ stilecht im Weckglas mit 14 Zigarren aus.
Derzeit käuflich zu erwerben ist das Corona-Format zum Preis von 11,50 Euro das Stück beim Münchner Traditionshändler Harald Sommer (www.tabak-sommer.de) oder aber im interneteigenen Shop auf www.zigarren-bayern.de.
Wer eine Kubanerin schätzt und ehrlichem Tabakgeschmack mit einer Portion Wumms nicht abgeneigt ist, der wird mit dieser Komposition durchaus sein Portfolio um einige Glücksmomente erweitern können.
Zum Schluß bleibt noch zu sagen, dass eine weitere Neuheit schon in den Startlöchern steht, wovon Herr Polzmacher noch nicht allzu viel verraten möchte. Außer, dass er seinen heimatlichen Wurzeln treu bleibt.
Sollte ich nun, werte Zigarrenliebhaber, ihr Interesse an dieser Tabakkomposition geweckt haben so wünsche ich Ihnen eine genussvolle Zeit. Und wen dann auch noch interessiert was es mit dem Begriff Manna auf sich hat, dem darf ich folgenden Link empfehlen, vielleicht sogar bei einer „La Bavaria“ und am süffigen Gustl: www.youtube.com/watch
Vergelts Gott!
Anmerkung der Redaktion: Zum heutigen Tage kann „La Bavaria“ nicht gekauft werden. Die Herstellerwebseite schweigt dazu. Der Münchener Megastore-Händler Harald Sommer erklärt: „Für die Produktion von Cigarren bedarf es der Meldung beim Gesundheitsamt und beim Zollamt. Dann können Steuerzeichen bezogen werden. Für ein Produkt wie "La Bavaria" ist das alles ohne weiteres möglich. Erst mit diesen Steuerzeichen kann die Ware in Umlauf gebracht werden.“