07-02-11 00:00 Alter: 16 yrs
VON:GH
„Kurzer Prozess“ mit Heinrich Villiger
Der Landesfinanzminister von Baden-Württemberg möchte Heinrich Villiger selig sprechen.
Der Doyen der europäischen Tabakindustrie, Heinrich Villiger, hat am Standort Deutschland (Waldshut-Tiengen und Bünde) im Jahre 2010 aufgrund der in seinen Firmen produzierten Zigarren und Zigarillos insgesamt 50.000.000 Euro Tabaksteuer gezahlt. Im Jahre 2011 will er 62.000.000 Euro und im Jahre 2012 gar 67.000.000 Euro bezahlen.
Der Landesfinanzminister von Baden-Württemberg, Willi Stächele, Katholik, meinte daraufhin zu Heinrich Villiger: „Wegen der Tabaksteuer möchte ich Sie direkt ein stückweit selig sprechen“.
Das ist wahrlich ein kurzer Amtsweg.
Seligsprechungen, die der Papst vornimmt, dauern regelmäßig einige Jahrzehnte. Die Seligsprechung des letzten Papstes (Johannes Paul II.) wird zwar deutlich schneller gehen, aber immerhin auch einige Jahre dauern.
Hier ergreift ein Landesminister das Zepter, beruft sich auf seine Konfession und erledigt das direkt; wenn auch nur „ein stückweit“.
Wir können aber sicher sein, dass auch dieser Politiker bei nächster Gelegenheit wieder für eine Raucherdiskriminierungsvorschrift stimmen und arbeiten wird.
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