09-05-08 08:00 Alter: 18 yrs
VON:GH
La Casa del Habano Frankfurt
Eigentlich sollte am 23. Mai Eröffnung gefeiert werden. Dieser Termin wird verschoben.
Ein Gespräch mit Markus Clemen.
 |   Eröffnung im Herbst?
  Die Ausstattung: tabakbraune Ledersessel und passende Tische.
|
Noch sind es lediglich etwa 335 nahezu leere Quadratmeter, die im Erdgeschoss der Frankfurter Taunusstraße 6 darauf warten, zu einer Casa del Habano umgebaut zu werden.
Der dem Bauamt vorliegende Plan sieht 145 Nichtraucher-Quadratmeter vor, zu denen auch der ca. 30 m² große Humidor (Brune) zählt. Eine Bar, zwei Sitzecken, die Kasse sowie die Toilettenanlagen sind ebenfalls Bestandteil des Nichtraucherbereiches.
Dieser Bereich ist zwingend erforderlich, da die Casa Frankfurt auch Getränke verkaufen wird, was automatisch eine Gaststättenkonzession voraussetzt.
Am Humidor vorbei, dann rechts herum und man kommt in eine 83 m² große Smokerslounge, die mit mehreren Sitzgruppen ausgestattet ist. Hier soll der regelmäßige gemütliche Smoke erfolgen.
Über eine beleuchtete Stufe geht es von hier aus in die 60 m² große Bibliothek. Auf den Bauplänen erkennt man schon, warum die Obrigkeit hier ein Problem hat: Ein offener Kamin, so wie man ihn nur aus alten englischen Landschlössern kennt. Prasselndes Feuer, tabakbraune Ledergarnituren, eine Flasche Portwein und eine Zigarre: Mensch, was willst Du mehr?
„Die Casa Nürnberg wird ihren Platz als schönste Casa Deutschlands an uns abtreten müssen.“ meint Markus Clemen mit in Gedanken bereits fertig gebauter Lokalität. 500.000 Euro werde man investieren – und dann seien die Zigarren noch nicht eingekauft.
Die Bibliothek soll das Prunkstück werden. Anfragen auf Anmietung durch Banken lägen schon vor.
Von der Bibliothek führen zwei Flügeltüren nach draußen auf einen ca. 100 m² großen Innenhof, der an warmen Sommertagen und bei Windstille karibisches Feeling ermöglicht.
Die restlichen Quadratmeter sind vorgesehen für Lager, Personalräume, kleine Flure, Technik und ein kleines Büro.
Die Einrichtung wird aus 1-3-sitzigen Ledersesseln bestehen. Die Tische haben ein eingearbeitetes Leder, das identisch mit dem Sesselleder ist. Der Boden wird aus Walnussholz sein.
Markus Clemen will sich 2-3 Tage in der Woche dort aufhalten. Den Rest der Zeit will er mit anderen Geschäften verbringen. Unproblematisch, meint er, da er mit Rigoberto Reyes einen Top-Zigarrenmann als Partner habe, der den täglichen Betrieb am Laufen halten werde.
Natürlich nicht alleine. Bei einer geplanten Mindestöffnungszeit von 100 Stunden wöchentlich (Montags - Sonntags) sowie einigen Stunden mehr, wenn die Stimmung gut ist, sollte man qualifizierten Beistand haben. Vier Mitarbeiter sind daher als feste Mannschaft vorgesehen.
Wann es denn so weit sei? Unklar. Herbst könne es schon werden, meint Markus Clemen. Aber er steht unerschütterlich zu seinem Projekt und scheut sich auch nicht, dies auf dem eingereichten Bauplan deutlich zu machen. Neben den obligatorischen Angaben zum Bauherrn prangt plakativ das Zitat von George Sand: „Die Zigarre ist die perfekte Ergänzung eines eleganten Lebensstils.“
In Verbindung stehende Artikel:
La Casa del Habano Frankfurt aktiv - 18-01-09 20:23
Das fängt ja gut an: Casa del Habano Frankfurt - 06-01-09 09:11
Casa Frankfurt: Was lange währt … - 16-12-08 00:01
Casa Frankfurt schreitet voran - 01-10-08 09:42