Artikel-Single-View
03-07-14 08:01 Alter: 12 yrs

VON:GH

Loungebericht: Das Tabak Kollegium in der Sonne in Frankenberg an der Eder

Der weltweit tätige Kesselbauer Viessmann hat in Frankenberg eine Zigarrenlounge sorgsam in den Berg gebohrt: Das Tabak Kollegium. Gott sei Dank nicht nur für Kunden und Lieferanten.



Die Sonne in Franberg (Eder)


Das Tabak Kollegium


(alle Bilder: Sonne Frankenberg)

Drumherum gibt es noch jede Menge Hotel, Spa, Restaurant, Gourmetküche – Relais & Châteaux eben – doch was wäre das alles ohne Zigarrenlounge.

Tabak Kollegium heißt die Lounge, die im untersten Geschoss auf rund 30 Quadratmetern bis zu 20 Personen Platz bietet. Zwei gewaltige Deckensauger lassen vermuten, dass selbst der gleichzeitige Rauch von 20 Zigarren zu keiner Eintrübung der Luft führt, auch wenn die Gespräche dann wohl nur auf kürzerer Distanz geführt werden können.

Eine Formatetafel von Davidoff, eine Formatetafel von Habanos und etliche Bücher zum Thema kubanische Zigarren schmücken neben einem kleinen Rollertisch zwei der Wände. An der dritten Wand lagern etwa 300 Flaschen Wein – wegen ihres Wertes gut mit Metallgittern geschützt. Da fühlt man sich doch gleich wie im heimischen Wohnzimmer. Die vierte Wand, eine Glaswand, lässt den Blick in den Nachbarraum zu und ist mit etlichen Tabakblättern verziert, die sich bei näherem Hinsehen und neugierigem Anfassen als gummiartiges Plagiat entpuppen. 

Der Schrankhumidor ist von oben bis unten ausschließlich mit Zigarren aus dem Hause Davidoff gefüllt. Die zuständige Davidoff-Betreuerin erhält hierfür mit Sicherheit etliche Fleißpunkte in der Personalakte. Auch wenn nur die bewährte Standardware Platz gefunden hat. Keine Davidoff Puro d´Oro, keine Davidoff Nicaragua.

Das Interesse an der Zigarrenlounge ist groß. Ein Zigarrenabend ist innerhalb weniger Tage für sechs Monate im Voraus ausgebucht. Das Tabak Kollegium ist wie eine blühende Oase in der Wüste. Im Umkreis von etwa 100 Kilometern ist kein wirklich engagierter Zigarrenhändler zu finden. 

Bedauerlich, dass im ganzen Hause niemand ist, der sich um die Entwicklung der Zigarrenkultur bemüht, geschweige denn selber Zigarren raucht und mehr als nur einen oder zwei Zigarrenabende im Jahr organisiert. Es wäre sicherlich ein Leichtes, zum Beispiel mit Hilfe des deutschen Davidoff-Distributors Arnold André die Gummiblätter durch echte Tabakblätter zu ersetzen, im Humidor auch die neueren Davidoff-Zigarren zu lagern und häufiger Zigarrenabende anzubieten.

Fazit: Für den engagierten Zigarrenraucher, der weiß, was er will und es mit sich führt, gibt es in weitem Umkreis keinen besseren Aufenthalts- und Urlaubsort als das Tabak Kollegium in der Sonne Frankenbergs.

Hier ein Blick in das Tabak Kollegium …