04-10-12 12:42 Alter: 14 yrs
VON:GH
Miguel Private Cigars • Markenminimalismus auf höchstem Niveau
 |   Miguel I-V – Zigarrenkonvolut für den gesamten Tag
  Ein Teil der Lounge im Berliner Wilmersdorf
  Die Zigarrenlounge in der Berliner Straße 1
  Michael Diersch, Markenminimalist
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Es gibt Zigarrengeschäfte, die konzentrieren sich auf den Verkauf von Zigarren aus nur einer Provenienz. Las Casas del Habano zum Beispiel – nur kubanische Zigarren.
Wenn aber jemand sich nicht nur auf eine Provenienz sondern zugleich auf nur eine Marke beschränkt und seit rund zehn Jahren am Markt ist, dann sollte man besonders genau hinschauen.
Miguel Private Cigars ist so ein Geschäft.
Sanfte karibische Farben, großzügige Räumlichkeiten, bequeme Sessel und fünf Humidore. Es gibt nur eine Marke, die Miguel. Diese steht in fünf Stärkestufen zur verfügung – Miguel I bis Miguel V. und ist auf die fünf Humidore verteilt.
Die wenigen Auroras, die im linken Humidor liegen, machen den Eindruck, als seien Sie versehentlich dort hineingeraten oder einfach vergessen worden.
Auch ein Blick um die eine und andere Ecke der ca. 90 Quadratmeter großen Lounge fördert keine weiteren Zigarren zutage. Es bleibt dabei: Mit einer Zigarrenmarke in fünf Stärkestufen ist Michael Diersch zweifelsohne der Beharrlichste der Branche.
Beste Kontakte in die Dominikanische Republik und eine zuverlässige Zigarrenmanufaktur hatte Michael Diersch in den Jahren gefunden, die er dort verbrachte. Die Konzentration auf Weniges aber Gutes stand schon fest, als er dann vor etwa zehn Jahren in Berlin anfing, seine Zigarren zu verkaufen. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.
Diese „Fünfer-Marke“ ist tatsächlich eine Zigarre für den ganzen Tag. Man beginnt nach dem Frühstück mit der I, wechselt nach dem Mittagessen zur II, hat zum Kaffee die III, vor dem Dinner die IV und beschließt den Tag mit der V.
Alle Zigarren haben das Robustoformat.
Einmal jährlich gibt es eine Jahreszigarre in limitierter Auflage. In diesem Jahr die Edición Especial 2012 – zum zehnten Jahrestag. Ein wirkliches Torpedoformat. Kontinuierlich vergrößert sich das Ringmaß zu Brandende hin und endet beim imposanten Wert von 60. In Relation zu den Nummern 1 bis V ist sie stärkemäßig etwa zwischen IV und V einzureihen. Das Aromenspektrum ist ebenfalls hier einzuordnen, aber deutlich filigraner ausgebaut.
Zum Kennenlernen steht die Lounge in Berlin Wilmersdorf (Berliner Straße 1) täglich außer sonntags ab 11 Uhr offen. Geöffnet ist mindestens bis 20 Uhr, donnerstags und freitags sogar bis 23 Uhr. Zur Verkostung stehen neben den Zigarren auch passende Getränke zur Verfügung. Da ist es von Vorteil, dass die Lounge mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens zu erreichen ist.
Irritation löst nur die stetige Verwendung des Wortes „Bauchbinde“ aus, nicht nur im Sprachgebrauch, sondern auch auf der Webseite. Dort taucht dieser Begriff im Zusammenhang mit dem Service auf, individuelle Zigarrenringe zu erstellen. Die „Private Labels Cigars“-Rubrik strotzt nur so von Binden.
Merke: Eine Zigarre braucht keine Binde. Sie trägt zur Zierde einen Ring, einen Zigarrenring. Nicht von ungefähr heißt dieses Schmuckstück in der Muttersprache der Zigarre, dem Spanischen: Anilla – der Ring.
Werfen Sie einen Blick auf
Miguels Private Cigars Webseite …
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