19-07-16 09:19 Alter: 10 yrs
VON:GH
Nach 20 Jahren eine eigene Währung
Berlins Zigarrenhändler Maximilian Herzog ist mit seinen drei Berliner Geschäften nicht nur seit 20 Jahren das Rückgrat Berliner und gesamtdeutscher Zigarrenkultur sondern alljährlich auch Mekka der Zigarrenraucher.
 |   Nach 20 Jahren eine eigene Währung. Herzog-Pesos konnten im Verhältnis 1 : 2 frei getauscht werden.
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Die weiteste Anreise in diesem Jahr hatte vermutlich Falk-Juri K., der eigens aus Kasachstan zum Zigarrenfest in den Berliner Osthafen gekommen war.
Richtig gelesen, Zigarrenfest heißt es ab diesem Jahr, nicht mehr Hafenfest. Den Grund erläutert der Chef des Hafenrefugiums, Christian Krendl. Die Zigarre soll mehr und vielfacher in den Vordergrund gestellt werden. 17 Aussteller, davon 13 Zigarrenimporteure und -hersteller waren daher in den aufgebauten Zelten mit ihren Produkten vertreten. Von A wie Arnold André und Annemarie Schuster bis Z wie Zino Davidoff.
Für die begleitende Kurzweil zur Zigarre gab es Bars, an denen mit der neuen Währung „Herzog-Pesos“ bezahlt werden konnte. Frei konvertibel im Verhältnis 1 HP = 2 Euro.
Spiritus rector und primus inter pares Maximilian Herzog ließ es sich trotz eines arg lädierten rechten Armes nicht nehmen, mit Annemarie Schuster (Schustercigars) und Dr. Pablo Richard Schneider (Patoro) ein Podiumsgespräch über den aktuellen Zustand und die zukünftige Entwicklung der Zigarre in Staat und Gesellschaft zu führen.
Aufmerksam zugehört haben dürfte dabei Dr. Philipp Lengsfeld, den Maximilian Herzog in seiner Eröffnungsrede besonders erwähnte – immerhin gehört er zu den wenigen Poltikern, die ausreichend Rückgrat haben, um sich mit dem ansonsten gerne in die „Bäh-Ecke“ geschubsten Thema Zigarre zu beschäftigen. (Lengsfeld wird heute beim Abend des Club de Fumadores über die aktuelle Entwicklung der Tabakrichtlinie [TPD 2] sprechen.)
Die Konzentration auf das Wesentliche (Zigarren) hat dem Fest gutgetan – und offensichtlich auch Auswirkungen auf das Wetter gehabt. Musste man in den Vorjahren entweder mit höllischen Temperaturen von 40 und mehr Grad Celsius (2015) oder heftigen Regenschauern (2014 / 2013) fertig werden, gab es in diesem Jahr sommerlich angenehme 25° bei lauem Wind, so dass die Besucher auf der Kaimauer ein wenig an den kubanischen Malecón erinnert wurden.
Schade ist es eigentlich nur um die legendären „After-Show-Partys“ …