04-04-12 12:04 Alter: 14 yrs
VON:GH
Osterarbeiten – Kochen nach Beaufort
Obwohl es zur Zeit noch etwas kalt ist, werden zu Ostern die kleineren und größeren Segelschiffe zu Wasser gelassen. Zeit, den Bordhumidor und die Bordbibliothek zu inspizieren und zu füllen.
 |   Claudia Seifert (Text) / Julia Hoersch (Fotos), Kochen nach Beaufort
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Für die Bordbibliothek ist uns ein Buch von Claudia Seifert aufgefallen. „Kochen nach Beaufort“ beinhaltet Kochrezepte für jede Windstärke. Der Grundgedanke: Man kann nicht immer nur in einer stillen Bucht vor Anker liegen, umfangreiche Menüs kochen und anschließend eine Zigarre rauchen. Manchmal geht es rauer zu und je stärker der Wind, desto geringer die Zeit für die Vorbereitung.
Bei leichter Brise (1–2 Beaufort) ist gegrillter Lachs mit Raita und Gurken-Melonensalat durchaus angebracht. Die Zubereitungszeit beträgt 35 Minuten. Das ist auch in kleineren Schiffen und beengten Kombüsen erträglich.
Ganz anders sieht es bei steifem Wind und brechenden Wellen (7 Beaufort) aus. Da reicht es allenfalls noch zu einem „windumtösten Segelmädchen“, dessen Vorbereitungszeit fünf Minuten beträgt.
Dass an Bord jeder ganz andere Quantitäten benötigt und zu sich nimmt, hat die Autorin wohl veranlasst bei keinem Rezept anzugeben, für wie viele Personen die angegebenen Zutaten gedacht sind. Hier ist die Lebenserfahrung gefragt.
Das breit gefächerte Rezeptangebot wird optisch appetitlich durch die Fotoarbeiten von Julia Hoersch angereichert. Je zwei Rezepte werden von einem Bild begleitet, auf dem eines der Gerichte in maritimer Umgebung in Szene gesetzt wurde. Ja, wirklich in Szene gesetzt und nicht einfach nur der Teller auf einem Tau fotografiert. Dieses Sujet alleine – umgesetzt auf etwa 80 Fotos – ist schon den Kauf des Buches wert.
Claudia Seifert (Text) / Julia Hoersch (Fotos)
Kochen nach Beaufort
Rezepte für jede Windstärke
144 S., 74 Farb-, 7 S/W-Fotos
17,5 x 28,5 cm
ISBN 978-3-7688-3388-2
Euro (D) 19,90 / Euro (A) 20,50 / sFr 28,90
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