Der Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Neuss raucht gerne. "Tagsüber im Rathaus rauche er Zigaretten, abends zum Rotwein auch gerne mal Zigarre",
schreibt Spiegel Online. Wie viel, wolle er nicht sagen. Das wisse noch nicht einmal sein Hausarzt, sagt
Herbert Napp, für den das Rauchen „ein Genuss“ ist und „entspannend“.
Dass derart zügelloses Treiben selbsternannte Gesundheitsapostel mit zu viel Tagesfreizeit auf den Plan rufen würde, war natürlich abzusehen. Und so, berichtet Spiegel Online weiter, schwärzte die Initiative „Pro Rauchfrei“ Napp – den der Vorsitzende des Vereins als „Vesuv von Neuss“ bezeichnet – bei der Bezirksregierung an. Der Bürgermeister solle künftig aufs Rauchen im Büro verzichten.
Die Bezirksregierung will frühestens im Mai entscheiden.
Bis dahin will Napp dem Nachrichtenportal zufolge im Amtszimmer weiter rauchen. Wie bisher schon aber, um sie vor dem Passivrauchen zu schützen, nicht vor Kollegen und Gästen.
Von soviel Toleranz kann man bei „Pro Rauchfrei“ noch etwas lernen.