21-05-09 15:24 Alter: 17 yrs
VON:GH
„Schlangenabend“ in der »Art of Smoke Zigarrenlounge«
Schlangen – die skurrilste Form für eine Zigarre – standen im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung unter dem Motto: Auf eine Zigarre … Als „Schlangenbeschwörer“ war Maximilian Herzog, Chef der ältesten Casa del Habano in Deutschland, aus Berlin angereist.
 |   „Zebra-Culebra“ – Habanos-Experte Paul A. degustiert die in der Dominikanischen Republik gefertigte Zigarre.
  Maximilian Herzog (2.v.li.), promovierter Psychologe mit dem Schwerpunkt „niedere Sinne“ (Riechen, Fühlen, Schmecken, Tasten), inmitten von „Schlangenfreunden“.
  Überfüllung – die Hälfte der Teilnehmer nahm außerhalb des Zigarren-Podestes Platz.
  Drei Zigarren in einem Kistchen und davon wiederum drei in einer Kiste.
  Alle Bilder: Michael Derlin, Smokers-Corner Lübeck
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Im Gepäck hatte er nicht nur die Schlangen von Partagás sondern auch die von Davidoff (Davidoff Culebras) und eigene, die er in der Dominikanischen Republik hatte herstellen lassen. Hierunter fanden sich auch welche mit „Zebra-Optik“ – ein helles und ein dunkles Deckblatt werden nebeneinander aufgerollt.
Verkostet wurden alle drei und Maximilian Herzog berichtete zur Form, dass es zwei Theorien dazu gäbe. Die eine besage, dass Zigarren, wenn man denn drei von Ihnen zusammendreht, Ihr Aroma besser entfalteten und daher einfach besser schmecken würden. Die andere besage, dass auf diese Weise das tägliche Deputat der Roller hergestellt wurde, um einen anschließenden Verkauf zu verhindern. Welche der Theorien nun richtig sei, ließe sich auch bei Verwendung diverser Quellen nicht eindeutig feststellen.
„Genießen ist eine unabschließbare geistige Arbeit mit den Sinnen. Also das pure Gegenteil vom bloßen Sich-Hingeben an das Körperliche, das Sich-Fallen-Lassen und Wohlfühlen …“. Um diesen Satz aus seinem Vortrag auf dem St. Galler Management-Kongress rankte sich so mancher Diskussionsbeitrag, als es um Erkennen und Wiedererkennen von Marken ging.
Logisch, dass der Casa-Chef gefragt wurde, warum denn „Zigarren Herzog am Hafen“, sein vor einem Jahr eröffnetes Geschäft im Berliner Osthafen, zwar ausschließlich kubanische Zigarren führe, aber keine Casa del Habano sei. Der Nutzen dieser Franchiseoption sei nicht mehr vorhanden, so Herzog. Die unterschiedliche Bandbreite dessen, was sich heute alleine in Deutschland als Casa präsentiere, lasse eine eindeutige und wieder erkennbare Profilierung nicht zu. Und das, was an kubanischen Zigarren exklusiv über die Casas verkauft werde, sei derartig wenig (derzeit immerhin nur 5 Zigarren neben der Culebra), dass der dagegen stehende Lizenz- und Kapitalaufwand sich nicht rechne.
Und dann noch eine Ankündigung: Ende dieses Jahres soll „Der kleine Herzog“ kommen. Ein handliches Werk, in dessen erster Auflage rund 160 kubanische Zigarren produktionsbezogen dokumentiert und kommentiert werden. Vermutlich einmal jährlich wird es eine Aktualisierung geben, in der weitere Zigarren oder aber neuere Produktionen erscheinen.
Die nächste Veranstaltung „Auf eine Zigarre …“ findet am 2. Juni 2009 statt. Thema dann: Davidoff Puro Perfecto – die Zigarre mit dem dominikanischen Deckblatt.
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Links:
www.artofsmoke.de/davidoff-puro-perfecto/