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14-11-13 08:44 Alter: 13 yrs

VON:DR

Steuerbanderole für jede Zigarre

Die stetige Vereinzelung der Zigarren ist nicht nur auf eine geänderte Marketing- und Vertriebspolitik zurückzuführen – wie ein Blick ins Ausland zeigt.



Grabbelecke – Tubos und kleine Verpackungseinheiten in der Casa del Habano Lissabon.


3er-Pappkarton mit Montecristo Petit Edmundos in Tubos – blaue Banderole des Importeurs kubanischer Zigarren in Portugal Empor S. A. und Orangefarbene Banderole der portugiesischen Finanzbehörde DGAIEC.

So müssen in Portugal Zigarren verpackt und mit zwei unterschiedlichen Banderolen versiegelt sein. Zum einen prangt auf jedem Zigarrengebinde ein Siegel der portugiesischen Finanzbehörde und zum anderen ein Siegel des Importeurs kubanischer Zigarren, der Empor S. A., das auch den Gebindepreis ausweist.

Das hat zur Folge, dass Einzelzigarren ausschließlich in Original-Tubos, die mit besagten zwei Banderolen versiegelt sind, gehandelt werden dürfen. Die Tubos erfreuen sich zwar allgemeiner Beliebtheit, verteuern Einzelzigarren gegenüber Zigarren aus Kisten in mitunter nicht unerheblichem Maße.

So kostet beispielsweise eine Montecristo Petit Edmundo einzeln im Tubo € 11,30. Kauft man diese, ebenfalls in Tubos, als 3er-Pappschachtel, so kostet diese Schachtel € 30,60, was einem Einzelpreis von € 10,20 entspricht. Man kann die Petit Edmundo auch in einer 10er- oder 25er-Kiste ohne Tubo erwerben und zahlt dann € 9,90 pro Zigarre.

Aficionados, die ihre Zigarren nicht Kistenweise kaufen wollen, sind auf das deutlich eingeschränkte Angebot von Einzelzigarren in Tubos oder zu drei Stück in Pappschachteln angewiesen und müssen den entsprechend höheren Preis bezahlen.

Diese Steuerpolitik erklärt ein wenig den Trend zu kleineren Verpackungseinheiten, vor allem den zu 10er-Kisten.