10-10-25 11:33 Alter: 319 days
VON:UWE SPINDLER
„Viva la Wasen“ – Zigarrengenuss trifft Volksfestkultur
Eine Idee mit Reifezeit.
 |   Freundlicher kann man kaum begrüßt werden – in landestypischer Tracht.
  Jochen Klenk mit den Festwirten Isolde und Werner Klauss bei der Eröffnung der klenkschen „Viva la Wasen“-Veranstaltung im „Klauss & Klauss Festzelt“.
  Jochen Klenk mit dem Chronisten und Autor Uwe Spindler
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Zigarrenveranstaltungen, die mit Volksfesten verbunden sind, sind rar gesät. Doch Jochen Klenk von „Klenk Zigarrenkultur“ hatte genau diese außergewöhnliche Kombination schon lange im Sinn. Bereits seit 2019 spielte er mit dem Gedanken, den Genuss edler Zigarren mit dem unverwechselbaren Flair des Cannstatter Wasens zu vereinen – und am 2. Oktober 2025 wurde dieser Plan schließlich Wirklichkeit.
Ein besonderes Jahr war es ohnehin: Das 90-jährige Bestehen des Familienunternehmens „Klenk Zigarrenkultur“ (1935–2025) bot den perfekten Anlass, eine solche Veranstaltung endlich in die Tat umzusetzen.
Auf nach Stuttgart – im Zeichen des Genusses
Rund einhundert Aficionados folgten der Einladung zum zweitgrößten Volksfest der Welt und der Aufforderung zur Teilnahme in Lederhose oder Dirndl. Zwei Drittel der Gäste trafen sich zunächst am Firmensitz in Bad Wimpfen, von wo aus sie mit einem eigens organisierten Shuttlebus nach Stuttgart gebracht wurden.
Zigarren waren während der Fahrt zwar tabu, doch Gastgeber Jochen Klenk sorgte mit einer liebevoll zusammengestellten „Wegzehrungstüte“ samt eines kleinen Vorrats flüssiger Aufwärmer für beste Stimmung. Zwischen Snacks und Anekdoten erläuterte Klenk seine Vision: Zigarrenkultur mitten im Volksfesttrubel – stilvoll, genussreich und dennoch authentisch schwäbisch.
Zigarrenrauch auf dem Wasen
Im Festzelt der Familie Klauss & Klauss angekommen, stießen die Bad Wimpfener Gäste zum restlichen Drittel, das direkt aus dem Raum Stuttgart angereist war. Der reservierte VIP-Bereich nahe der Theke bot beste Sicht auf Bühne, Tanzfläche und natürlich auf die Bierkrüge.
Das Organisationsteam von Klenk Zigarrenkultur erwies sich als perfekt eingespielt: Verzehrgutscheine, Rauchwaren, Utensilien und kleine Aufmerksamkeiten – alles war minutiös vorbereitet. Und dann kam sie endlich: die erste Zigarre des Abends zum „Warmrauchen“.
Ein besonderer Glücksfall: In Baden-Württemberg ist das Rauchen – auch von Zigarren – in Festzelten erlaubt. So konnte sich der aromatische Rauch der Zigarren ungehindert mit dem Duft von Brathendl, Maßbier und Lederhosen mischen – ein Anblick, der selbst gestandene Aficionados schmunzeln ließ.
Der offizielle Auftakt – Musik, Maß und „Klenk Sour“
Mit einem eigens kreierten Cocktail, dem „Klenk Sour“, stieß Jochen Klenk gemeinsam mit den Wirtsleuten Klauss und den Gästen offiziell auf den Abend an. Seine Begrüßungsworte fielen kurz aus – nicht etwa aus Nervosität, sondern weil die elfköpfige Band „Die Lederrebellen“ bereits kräftig aufspielte und das Festzelt in ausgelassene Stimmung versetzte.
Die Gäste genossen die gelungene Mischung aus Zigarrengenuss und Volksfestatmosphäre, begleitet von einem herzhaften süddeutschen Menü und reichlich Getränken – vorzugsweise „in Maßen“.
Genuss bis Mitternacht
Nach den ersten beiden „Freizigarren“, darunter eine Romeo y Julieta Wide Churchill, durften sich die Gäste aus dem mitgebrachten Humidor von Klenk Zigarrenkultur mit weiteren Premiumzigarren eindecken.
Während draußen das Riesenrad leuchtete und die Band die letzten Akkorde spielte, glühte im VIP-Bereich noch manch eine Zigarre. Gegen Mitternacht endete dieser außergewöhnliche Abend – stilvoll, gesellig und genussvoll zugleich.
Die Stuttgarter Gäste verabschiedeten sich, während der Rest im Shuttlebus zurück nach Bad Wimpfen gebracht wurde. Dort klang die „Viva la Wasen“-Premiere aus – mit zufriedenen Gesichtern, duftenden Zigarrenkisten und der Gewissheit, dass diese Kombination aus Tradition und Tabak ein Volltreffer war.
Ein Fazit mit Zukunft
Mit der „Viva la Wasen“ hat Jochen Klenk gezeigt, dass Zigarrenkultur auch auf einem Volksfest ihren Platz finden kann – stilvoll, respektvoll und mit viel Herzblut umgesetzt. Das Echo der Gäste war durchweg positiv, und man munkelt bereits, dass die Premiere 2025 nicht die letzte ihrer Art gewesen sein dürfte.
Schlussgedanke
Wo Rauch ist, da ist auch Leidenschaft – und selten zeigte sich das eindrucksvoller als an diesem Abend zwischen Maßkrug, Musik und Maduro.