04-06-14 07:30 Alter: 12 yrs
VON:GH
Was ist eigentlich – Sick period
Der tägliche Zug Zigarrenwissen.
Schon Zino Davidoff sagte uns: Eine Zigarre muss man frisch – innerhalb der ersten vier Wochen nach dem Rollen – oder nach einem Jahr Lagerung rauchen. Dazwischen schmeckt sie nicht.
Nachdem Einlage, Umblatt und Deckblatt erstmals durch das Rollen zusammengekommen sind, findet ein Austausch von Inhaltsstoffen der Blätter statt, der vielfach nach wenigen Wochen zu nicht oder weniger gut schmeckenden Zigarren führt. Tabakleute nennen diesen Vorgang Vermählung. Lässt man die Zigarre etwa ein Jahr liegen (bei 72 % relativer Luftfeuchtigkeit und ca. 20° Celsius) schmeckt Sie wieder gut.
Diesen Zeitraum bezeichnet Min Ron Nee in seiner >Enzyklopädie über kubanische Zigarren< als Sick Period.
In der >Übersetzung des Werkes< übernimmt Christoph Wolters diesen Begriff, da er ihn für nicht oder nur unzulänglich übersetzbar hält.
Diese schlechte Zeit der Zigarre wird vorwiegend bis ausschließlich bei kubanischen Zigarren festgestellt, aber auch nicht bei jeder. Es gibt eine Reihe von Beispielen, bei denen eine drei bis sechs Monate alte Zigarre gute bis sehr gute Noten bekam.