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16-05-08 08:00 Alter: 18 yrs

VON:GH

Winston Churchill • Ein Leben für Kultur, Politik und Genuss

Trotz oder wegen seiner aristokratischen Abstammung sowie seiner militärischen Ausbildung: Winston Churchill war nicht nur Namensgeber für ein Format und jetzt auch eine Marke, sondern zeitlebens auch leidenschaftlicher Zigarrenraucher, Whisky-Liebhaber, Maler, Schriftsteller und ein Genussmensch.

Wer die in der Zigarrenbibliothek empfohlenen Bücher nicht gelesen hat, dem mag die folgende Zusammenfassung aus dem Hause Davidoff einen kurzen Einblick geben.



Das Wappen der Churchills


Bilder aus der Jugend …


… alle Bilder mit freundlicher Genehmigung der Oettinger Davidoff Group

Winston Spencer Churchill (1874–1965) entstammte einer aristokratischen Familie und war bekannt als Soldat, Autor und Staatsmann. Seine Herkunft als Nachfahre von John Churchill, dem ersten Herzog von Marlborough, und seine militärische Ausbildung an der Royal Military Academy Sandhurst vermittelten ihm sein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein. Er war aber auch ein begnadeter Künstler, Historiker und angesehener Schriftsteller sowie ein Bonvivant.

Genussmensch Churchill
Churchill war zeitlebens ein Genussmensch. Er trank gerne Champagner und Malzwhisky, verschmähte nie eine exquisite Mahlzeit und rauchte leidenschaftlich gerne Zigarren. Es gibt kaum ein Bild von ihm ohne seine geliebte Zigarre. Als er anlässlich seines 90. Geburtstags von einem Journalisten darauf angesprochen wurde, wie er mit diesen Lastern so alt werden konnte, diktierte er diesem lakonisch sein berühmt gewordenes „No sports“ ins Notizbuch. An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass er in seiner Jugend ein exzellenter Polospieler gewesen war.

Maler und Schriftsteller
Nachdem Winston Churchill 1915 als Erster Lord der Admiralität zurücktreten musste, entdeckte er die Malerei. Diesem Hobby frönte er sein Leben lang mit großer Leidenschaft und beträchtlichem Können. Selbst betrachtete er sich in dieser Sparte zwar als Amateur, seine Tätigkeit als Schriftsteller nahm er hingegen sehr ernst. Er verfasste zahlreiche historische Bücher, und 1953 wurde ihm für seine „Geschichte der englischsprachigen Völker“, welche zusammen mit seinen „Kriegsmemoiren“ zu den Meisterwerken der Geschichtsschreibung zählt, der Literaturnobelpreis zugesprochen.

Redner
Im Bewusstsein der öffentlichen Wahrnehmung steht aber vor allem Winston Churchills Talent als Wortschmied und Redner. Redewendungen wie „Blut, Schweiß und Tränen“ oder „Der eiserne Vorhang“ haben Eingang in den kollektiven Zitatenschatz gefunden und werden auf immer mit seinem Namen verbunden bleiben.

Politik als Leidenschaft
Seine politische Karriere begann Churchill im Alter von 26 Jahren als Abgeordneter im britischen Unterhaus. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekleidete er in der Folge mehrere Ministerämter und trieb als Erster Lord der Admiralität die britische Flottenrüstung voran. Das Scheitern der britischen Dardanellenexpedition 1915 unterbrach kurz seine politische Karriere. Er ging zurück zur Armee und diente als Frontsoldat in den Schützengräben Flanderns. Bereits zwei Jahre später war er wieder Mitglied der Regierung, der er mit Unterbrechungen bis 1929 angehörte. Es folgte ein Jahrzehnt politisch unruhiger Zeiten. Seine Warnung vor der Abrüstung Großbritanniens im Angesicht des unversöhnlichen und wieder bewaffneten Deutschlands stieß auf taube Ohren. Nach dem Beginn des deutschen Überfalls gegen Frankreich, Belgien, Luxemburg und die Niederlande im Jahr 1940 wurde er unter dem Druck der öffentlichen Meinung zum Premier- und Verteidigungsminister sowie zum Parteiführer der Konservativen gewählt. In der Folge begründete er seinen Ruf und seine Bedeutung als größter britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts, als Motor des Widerstands gegen Hitler, als Symbol des Durchhaltewillens der Nation und als Initiator der Allianz zwischen Großbritannien, den USA und der UdSSR.

„A man of simple tastes...“
So vielseitig Winston Churchill in seinen Aktivitäten war und so breit gefächert sich seine Talente und Fähigkeiten entfalteten, so sehr war der große Brite im Grunde seiner Persönlichkeit Lebenskünstler und Genießer. Aus diesen Eigenschaften schöpfte er letztlich die Ruhe und die Kraft für die Bewältigung seines beeindruckenden Lebenswerks. Sein unsterblich gewordener Ausspruch

„I am a man of simple tastes, easily satisfied with the best“

ist somit letztlich das Rezept für seinen Erfolg.