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07-10-09 01:40 Alter: 17 yrs

VON:NR

Zigarrenmeister-Wettbewerb

Die ersten Eindrücke schildert NR, dessen Name auch deshalb „unter Verschluss“ bleibt, weil er mit seiner so früh und offen gehandelten Theorie später nicht der Irreführung geziehen werden soll.

Gruppendynamische Prozesse haben in der Vergangenheit fast immer den falschen Weg gewiesen.

Aber Diskutieren soll schon sein. Da nur drei Personen wissen, um welche Zigarre es sich handelt, kann jeder Tipp falsch oder richtig sein.



Bar Cabana am Hamburger Fischmarkt, Heimat der »Art of Smoke Zigarrenlounge«


Der Arbeitstisch


Zum ersten Erkennungsrauchen in der »Art of Smoke Zigarrenlounge« hatten sich die teilnehmenden Connaisseure ausnahmslos für das vom Lübecker Zigarrengeschäft Smokers Corner zusammengestellte Vergleichspaket entschieden. Dieses enthielt:

  • Flor de Copan Linea Puros Robusto aus Honduras
  • Santa Damiana Selección Especial Robusto aus der Dominikanischen Republik
  • Playboy Robusto, ebenfalls aus der Dominikanischen Republik
  • Gilbert Robusto aus Nicaragua
  • Cumpay Volcan, ebenfalls aus Nicaragua.

Damit war die Auswahl der Vergleichszigarren gegenüber den möglichen Antworten im Wettbewerb bereits um vier Marken reduziert worden.

Recht schnell wurde von den Zigarrenmeister-Aspiranten die Cumpay ausgeschlossen, da diese Zigarre über ein deutlich stärkeres Ringmaß verfügt als die Wettbewerbszigarre.

Bei einem optischen Vergleich wiesen alle Wettbewerbszigarren ein hellbraunes Deckblatt auf, während die Flor de Copan deutlich dunkler erschien.

Geringe Unterschiede in Länge und Ringmaß zwischen Testzigarre und den Vergleichsmustern – so schien die Gilbert einen Hauch schlanker zu sein – wurden von den Teilnehmern als Fertigungstoleranzen bei handgerollten Zigarren hingenommen.

Bei der Santa Damiana waren Spuren eines „Boxpressing“ feststellbar. Diese Zigarren wiesen eine leicht viereckige Form auf. Die Testzigarren dagegen verfügten nicht über dieses Merkmal. Fraglich ist, ob die Zigarren nach einigen Tagen im Tubo die markanten Pressmerkmale wieder verlieren. Immerhin haben die Wettbewerbszigarren seit einigen Tagen im Humidor des Humidorbauers Marc André verbracht – und optimale Lagerung bringt so manche Zigarre wieder in Form.

Nach dieser ersten Vorauswahl wurde entzündet und verkostet. Die Zigarren wurden von den Teilnehmern als leicht mit nur geringer Aromentiefe empfunden, die auch während des Rauchverlaufes nicht zunahm. Auf der Zunge empfanden einige den Rauch als etwas trocken. Zugprobleme gab es bei keiner, jedoch war in einem Fall ein schiefer Abbrand zu beobachten.

Ohne alle Vergleichsmuster probiert zu haben, waren sich die anwesenden Aficionados darüber einig, dass es sich um eine Zigarre aus der Dominikanischen Republik handelt.

Ein abschließendes Urteil lässt sich, auch darüber herrschte Einigkeit, erst nach Verkostung aller Vergleichszigarren und ggf. eines weiteren Wettbewerbsexemplars treffen.

 


Links:

www.artofsmoke.de/zigarrenmeister-wettbewerb/