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31-07-22 15:04 Alter: 12 days

VON:GH

Zigarrenlounge Würzburg • Die jährliche Hausmesse • Teil 2

Wenn der Leuchtturm (Wegweiser auf hoher und in stürmischer See) eine Messe in bischöflichen Gemäuern hält, dann hat das schon etwas von einem Hochamt.

… Fortsetzung



Laura Chavin - Divin kommt mit einem Magnetverschluss daher.


D8 • die Kiste hat eine ebensolche Form wie die Zigarre - konisch


Demnächst unter neuer Führung: Plasencia, Oliva, Alec Bradley u. a. …


Silencio • die Cohiba der Amis


Beachtliche Entwicklung nebst ebensolchem Potential: Cigarkings


Ein kleiner Ausschnitt aus dem Portfolio von Arnold André,

→ Teil 1

… Laura Chavin
La Ligue de Divin (die Liga der Göttlichen) von Laura Chavin umfasst derzeit drei Formate: Toro ( Ø 20,6 mm, Länge 150 mm), Short Curchill ( Ø 19 mm, Länge 125 mm) und Gran Corona (Ø 16,6 mm, Länge 155 mm). Was sie aus der Menge der übrigen Premiumzigarren hervorhebt, ist der Ort des Pflanzenanbaus. Er findet auf 800 Meter über dem Meeresspiegel statt. Dort kommt man nur zu Fuß hin und kann auch außer einem Messer oder einer Schaufel kein anderes Werkzeug mitnehmen. Die einsame und fernab von jeder Zivilisation gelegenen Felder sind also mühsamst zu bewirtschaften, bieten andererseits allerdings ein einzigartiges Klima. Unter anderem aufgrund dieser Abgeschiedenheit kann auf irgendwelche nicht natürlichen Wachstums- und ähnliche Hilfsmittel verzichtet werden.

D8
Hinter diesem einfachen Schlagwort verbirgt sich der Markenname einer von Marc Niehaus (Manufaktur Vegas de Santiago in Costa Rica) gefertigten Zigarre. Wir haben diese Manufaktur Anfang des Jahres mittels Videokonferenz besucht und uns einen Eindruck von der Herstellungsqualität verschafft. Variantenreichtum in Form vieler Formate und der Hang zum Außergewöhnlichen (man denke nur an die Torpedo Bicolor) zeichnen den aromatischen Blend aus. Demnächst wird es hiervon eine Sonderedition geben, die Berlins Zigarrenhändler Maximilian Herzog anlässlich seines Besuches dort in Auftrag gegeben hat: D8 in 100er Kisten.

Plasencia
Eine weitere Nobelmarke, die an der Messe teilnahm. Highlight: Sixto II Hexagono, eine sechseckig boxgepresste Zigarre. Plasencia ist im deutschsprachigen Europa nicht so bekannt, wie es die Marke verdient hätte. Vermutlich wird sich das im nächsten Jahr ändern, wenn ein anderer Importeur den Vertrieb und die Betreuung der Marke übernimmt. Wir werden dann häufiger auf Plasencia stoßen. Auch Alec Bradley und Oliva dürften dann wieder mehr im Fokus der Zigarrenraucher stehen.

Cigarkings
In den vergangenen Jahres hat Philipp Kugler an seiner Cigarkings-Zigarre nicht nur hinsichtlich des Blends umfassend und erfolgreich gearbeitet. Aus einer leicht stichigen Tabakkomposition wurde in den vergangenen Jahren eine sanfte Melange. Es ist abzusehen, dass wir von dieser Marke zukünftig noch etliches zu hören und zu rauchen bekommen.

Montosa
Nur einen kleinen Ausschnitt aus dem üppigen Portfolio präsentierte Arnold André mit Montosa, und Parcero, den höchst gefälligen Alltagszigarren, die (fast immer) passen, sowie La Aurora und Joya de Nicaragua, Zigarren, die aus dem Alltag nicht wegzudenken sind.

Silencio
Neben der allseits bekannten und beliebten Nobelmarke Macanudo war auch Silencio dabei, eine Zigarre, bei der einem die skurrile Welt des Markenrechts in den Sinn kommt, während der angenehme und prämierte Zigarrenduft durch die Räume wabert. Das, was wir in Europa unter dem Namen Silencio rauchen, ist dieselbe Tabakkomposition, die in der Vereinigten Staaten von Amerika unter dem Namen Cohiba angeboten wird. In den USA werden aus politischen Gründen die Markenrechte der Kubaner nicht anerkannt, also gibt es dort jede Menge dominikanischer Zigarren unter Namen wie Cohiba oder Montecristo. Aber auch nur dort drüben …

Fortsetzung folgt …

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